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Umrüstung auf LED-Beleuchtung in Sporthallen abgeschlossen

Der Landkreis Nordhausen hat in den vergangenen Monaten vier Schulsporthallen auf LED-Beleuchtung umgerüstet. Dafür erhält die Landkreisverwaltung aus den Programmen „Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und „Klima Invest“ vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz Fördermittel im Umfang von insgesamt rund 300.000 Euro, was einer Förderquote von 85 % Der förderfähigen Kosten entspricht. Die hohe Förderquote wurde durch die Kombination von Fördermitteln des Freistaates Thüringen und der Bundesrepublik Deutschland und des Bundes realisiert.

Nun verfügen die Spendekirchhofhalle in Norhausen sowie die Turnhallen in Heringen, Bleicherode und Wolkramshausen über ein modernes LED-Beleuchtungssystem. Durch die Umrüstung auf LED-Technik und die Installation einer modernen Steuer- und Regeltechnik können die vier Sporthallen nun deutlich energieeffizienter und damit klimafreundlicher für den Schul- und Vereinssport betrieben werden. Durch die neue Technik werden jährlich 108 Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart. Betrachtet man die Lebensdauer der LED-Leuchten sind dies sogar über 1.500 Tonnen CO2.

Die bestehenden Hallenbeleuchtungen werden durch LED Leuchten mit dimmbaren elektronischen Betriebsgeräten (DALI)  ersetzt. Der Vorteil der neuen Beleuchtungsanlage ist die Steuerung durch das Tageslicht mit einer Präsenzregelung. Zudem ergibt sich ein hohes Sparpotenzial durch die drei Steuerungsoptionen, Lichtmanagement in Abhängigkeit von Bewegung, Tageslicht sowie Lichtstromnachführung nach Tageslichteinfall. Die LED Beleuchtung wird für ca.3.500 effektive Betriebsstunden pro Jahr in den Sporthallen benötigt. Das hat zur Folge, dass ein Wechsel der Beleuchtungskörper theoretisch nur noch alle 14 Jahre bei ca. 50.000 Stunden Lebensdauer der LED Leuchten notwendig ist. 

Überblick über die LED‐Projekte „Sanierung der Innen‐ und Hallenbeleuchtung in vier Sporthallen des Landkreises Nordhausen“

Das Energiesparprojekt „Sanierung der Innen‐ und Hallenbeleuchtung in vier Sporthallen des Landkreises Nordhausen“ befindet sich seit dem 01.04.2019 in der Umsetzung.

Die bestehenden Hallenbeleuchtungen werden durch LED Leuchten mit dimmbaren elektronischen Betriebsgeräten (DALI)  ersetzt. Der Vorteil der neuen Beleuchtungsanlage ist die Steuerung durch das Tageslicht mit einer Präsenzregelung. Zudem ergibt sich ein hohes Sparpotenzial durch die drei Steuerungsoptionen, Lichtmanagement in Abhängigkeit von Bewegung, Tageslicht sowie Lichtstromnachführung nach Tageslichteinfall.

Die LED Beleuchtung wird für ca.3.500 effektive Betriebsstunden pro Jahr in den Sporthallen benötigt. Das hat zur Folge, dass ein Wechsel der Beleuchtungskörper theoretisch nur noch alle 14 Jahre bei ca. 50000 Stunden Lebensdauer der LED Leuchten notwendig ist. Der Bewilligungszeitraum begann am 01.04.2019 und endet am 31.10.2019 und beinhaltet eine nicht rückzahlbare Zuwendung von 85 % der zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von 302.000 €.

Die hohe Förderquote wurde durch die Kombination von Fördermitteln des Freistaates Thüringen und der Bundesrepublik Deutschland und des Bundes realisiert.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahmen beträgt jährlich 108 t CO2.

Im Einzelnen sind es folgende Projekte:

Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung der Sporthalle Spendekirchhof in Nordhausen

Kosten: 40.000 €

Zuwendungsgeber: Bundesrepublik Deutschland: Die Maßnahme des Landkreises Nordhausen wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland. Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Förderkennzeichen: 03K09471

Projektpartner: Projektträger Jülich (PTJ), Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ), Postfach 61 02 47, 10923 Berlin

Zuwendungssumme: 18.000 €

Förderanteil: 45 Prozent

Laufzeit: April 2019 bis März 2020

Zuwendungsgeber: Freistaat Thüringen: Die Maßnahme des Landkreises Nordhausen wird vom Freistaat Thüringen aus Mitteln des Thüringer Landeshaushaltes gefördert.

Förderkennzeichen: 2018KSM0039

Projektpartner: Thüringer Aufbaubank, Postfach 900244, 99105 Erfurt

Zuwendungssumme: 16.000 €

Förderanteil: 40 Prozent

Laufzeit: November 2018 bis Oktober 2019

 

KSI: Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung der Sporthalle Wolkramshausen

Kosten: 43.000 €

Zuwendungsgeber: Bundesrepublik Deutschland: Die Maßnahme des Landkreises Nordhausen wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland. Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Förderkennzeichen: 03K09472

Projektpartner: Projektträger Jülich (PTJ), Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ), Postfach 61 02 47, 10923 Berlin

Zuwendungssumme: 19.000 €

Förderanteil: 45 Prozent

Laufzeit: April 2019 bis März 2020

Zuwendungsgeber: Freistaat Thüringen: Die Maßnahme des Landkreises Nordhausen wird vom Freistaat Thüringen aus Mitteln des Thüringer Landeshaushaltes gefördert.

Förderkennzeichen: 2018KSM0041

Projektpartner: Thüringer Aufbaubank, Postfach 900244, 99105 Erfurt

Zuwendungssumme: 17.000 €

Förderanteil: 40 Prozent

Laufzeit: November 2018 bis Oktober 2019

 

KSI: Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung der Sporthalle Heringen

Kosten: 146.000 €

Zuwendungsgeber: Bundesrepublik Deutschland: Die Maßnahme des Landkreises Nordhausen wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland. Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Förderkennzeichen: 03K09473

Projektpartner: Projektträger Jülich (PTJ), Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ), Postfach 61 02 47, 10923 Berlin

Zuwendungssumme: 66.000 €

Förderanteil: 45 Prozent

Laufzeit: April 2019 bis Juli 2020

Zuwendungsgeber: Freistaat Thüringen: Die Maßnahme des Landkreises Nordhausen wird vom Freistaat Thüringen aus Mitteln des Thüringer Landeshaushaltes gefördert.

Förderkennzeichen: 2018KSM0042

Projektpartner: Thüringer Aufbaubank, Postfach 900244, 99105 Erfurt

Zuwendungssumme: 58.000 €

Förderanteil: 40 Prozent

Laufzeit: November 2018 bis Oktober 2019

 

Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung der Sporthalle des Gymnasiums Bleicherode

Kosten: 127.000 €

Zuwendungsgeber: Bundesrepublik Deutschland: Die Maßnahme des Landkreises Nordhausen wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland. Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Förderkennzeichen: 03K09470

Projektpartner: Projektträger Jülich (PTJ), Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ), Postfach 61 02 47, 10923 Berlin

Zuwendungssumme: 57.000 €

Förderanteil: 45 Prozent

Laufzeit: April 2019 bis Juli 2020

Zuwendungsgeber: Freistaat Thüringen: Die Maßnahme des Landkreises Nordhausen wird vom Freistaat Thüringen aus Mitteln des Thüringer Landeshaushaltes gefördert.

Förderkennzeichen: 2018KSM0040

Projektpartner: Thüringer Aufbaubank, Postfach 900244, 99105 Erfurt

Zuwendungssumme: 51.000 €

Förderanteil: 40 Prozent

Laufzeit: November 2018 bis Oktober 2019

 

Kontakt:

Landkreis Nordhausen
Fachbereich Büro des Landrates und Zentrale Dienste
Herr Dörnfelder
Behringstraße 3
99734 Nordhausen

Tel.:  03631-91431-24
Fax: 03631-911-241
E-Mail: Nachhaltigkeit@lrandh.thueringen.de

 Weiterführende Links:

www.klimaschutz.de
www.ptj.de/klimaschutzinitative-kommen
https://www.aufbaubank.de/Foerderprogramme/Kommunale-Klimaschutzmassnahmen

Innovatives Teilkonzept zum energetischen Wandel im Landkreis Nordhausen (Energiepfade)

Der Landkreis Nordhausen hat die Hochschule Nordhausen beauftragt, ein Konzept für den energetischen Wandel mit dem Focus auf die Stadt-Land-Beziehungen zwischen den Umlandgemeinden und der Stadt Nordhausen zu erarbeiten. Unter energetischem Wandel werden sowohl die Umstellungen des Energiesystems betrachtet wie auch des Naturhaushalts und Stoffkreisläufe. 

Das Vorhaben baut auf dem Projektvorschlag der Hochschule zur Internationalen Bauausstellung Thüringen auf. Dieser wurde gemeinsam mit Bürgern und der IBA Thüringen in den Werkstätten des Wettbewerbs Zukunftsstadt weiterentwickelt. 

Der Landkreis Nordhausen sieht in der Entwicklung eines Projekt- und Akteursverbundes des energetischen Wandels den geeigneten Weg, um seinen Beitrag zur Umsetzung der nationalen Klimaschutzziele zu leisten. Die von diesem Verbund zu entwickelnden Projekte sollen gleichzeitig den Wert seiner Gemeinden als Wohn- und Wirtschaftsstandorte sichern. 

In den Umlandgemeinden der Stadt Nordhausen besteht bereits eine Vielzahl von Projekten des energetischen Wandels – teilweise initiiert und getragen von örtlichen Energiegenossenschaften und von der gewerblichen Wirtschaft - sowohl der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien, als auch des Sanierungsmanagements und der Wertstoffwende. 

Aufgabe des Konzepts soll es sein, bestehende Projekte als Bestandteile einer Energie-Kulturlandschaft weiter zu entwickeln, neue Projekte zu initiieren und die wachsende Projektlandschaft über „Energiepfade“ erkennbar zu machen, um den energetischen Wandel zu befördern. 

Im ersten Arbeitspaket wird die Hochschule die Energie- und Treibhausgas-Bilanz und Potentialanalyse der Stadt Nordhausen auf die Umlandgemeinden ausweiten. Parallel wird sie mit den Vorbereitungen für den Aufbau von Akteursnetzwerken beginnen, z. B. mit Befragungen verschiedener Akteure

Projektförderung

Förderkennzeichen: 03K04475

Zuwendungsgeber: Die Maßnahme des Landkreises Nordhausen  wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland. Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Projektpartner: Projektträger Jülich (PTJ), Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ), Postfach 61 02 47, 10923 Berlin

Projektbearbeitung: Hochschule Nordhausen, Weinberghof 4, 99734 Nordhausen

Kosten: 43.000 €

Zuwendungssumme: 30.000 €

Förderanteil: 70 Prozent

Laufzeit: August 2017 bis Juli 2018

Kontakt

Landkreis Nordhausen
Fachbereich Büro des Landrates und Zentrale Dienste
Herr Dörnfelder
Behringstraße 3
99734 Nordhausen

Tel.:  03631-91431-24
Fax: 03631-911-241

 

Weiterführende Links:

www.klimaschutz.de
www.ptj.de/klimaschutzinitative-kommen

https://www.hs-nordhausen.de/forschung/forschungsprojekte/fgr-eoes/

 

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist ein Garant für Gute Ideen. Die Nationalen Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen

Abschlusspräsentation Innovative Klimaschutz-Teilkonzept (Energiepfade)

Der Landkreis Nordhausen verfügt bisher über kein spezielles, auf den Landkreis zugeschnittenes Klimaschutzkonzept. Er ist eingebunden in das Energie- und Klimakonzept für die Region Nordthüringen (2011). Das Innovative Klimaschutz-Teilkonzept bezieht sich zunächst nur auf die Umlandgemeinden der Stadt Nordhausen. Aufgabe des Klimaschutz-Teilkonzeptes ist es, neben einer Energie und Treibhausgasbilanzierung, bestehende Projekte als Bestandteile einer Energie- Kulturlandschaft weiter zu entwickeln, neue qualitätsvolle und nachhaltige Projekte zu initiieren und diese über „Energiepfade“ zu verbinden bzw. an die Stadt Nordhausen und an den angrenzenden ländlichen Raum anzubinden. Über die Energie- und Treibhausgas-Bilanz wurden der Gesamt-Energiebedarf (100%), der Strombedarf (12%), der Wärmebedarf (42 %) sowie der Energiebedarf der Mobilität (46 %) ermittelt, um daraus weitere Ableitungen und Aussagen treffen zu können. Dabei wurde festgestellt, dass in den Gemeinden das Erdgas zunehmend Heizöl, Holz und Kohle verdrängt und der Strombedarf bilanziell zu fast dem 1½- -fachen (gesamter Landkreis zu 42%) aus einer regenerativen Stromerzeugung gedeckt wird.

Die regenerativen Energieanlagen wurden digital kartiert und teilweise mittels Steckbriefen erfasst. Ebenfalls wurden die Senken-Potenziale des Nordhäuser Umlands betrachtet. So besitzen Wald, Ackerflächen und Kiesgewässer im Naturraum ein hohes Treibhausgassenken-Potenzial.

Auf Basis einer Potentialanalyse wurden Szenarien zur künftigen Energieerzeugung und Bedarfsdeckung erstellt. Bereits im Jahr 2030 wird dem Strombedarf eine zehnfache regenerative Deckung gegenüberstehen. Speziell wurden auch die Möglichkeiten einer weiteren energetischen Bioabfallnutzung untersucht, da sie regionale Kreisläufe schließt und zur lokalen Wertschöpfung beiträgt. Bei der Wärme lässt sich der durch Sanierungen reduzierte Bedarf auch bis 2050 nicht aus lokalen regenerativen Quellen decken, so dass Lösungen in der Kopplung der Energiesektoren anzustreben sind (Wärmepumpen u. ä.).

Der zweite Teil der Studie befasst sich mit der Konzepterstellung der Energiepfade. Sie sollen Informationen zu erneuerbaren Energieanlagen und der Energieerzeugung sowie dem Klimaschutz geben. Das Konzept besteht aus 3 Routen (Stadtroute, Nord- und Südroute), die mit örtlichen Akteuren geplant wurden. Die Routen verbinden Energieprojekte, Energieunternehmen und Aussichtspunkte. Von insgesamt 6 Aussichtspunkten ist ein breites Spektrum erneuerbarer Energieanlagen zu sehen. Die Ausstattung der Routen mit Infotafeln, QR-Codes, Webcams, Informationen in Apps wurde mit der Tourismusabteilung des Landkreises erörtert. Anknüpfungspunkte an regionale Sehenswürdigkeiten sind vorgesehen. Ladestationen für E-Bikes, Solarbänke und ein Energiespielplatz gehören ebenfalls zu den Ausstattungsideen.

Das Akteursnetzwerk soll aus einer Mischung von Unternehmen (Windparkbetreiber, Hersteller von Anlagen, Energiegenossenschaften u. a.), Verwaltungen und öffentlichen Institutionen und Vereinen bestehen, die gleichzeitig auch Betreiber von Energiepfade-Stationen sind. Das Dach des Netzwerks soll von einer Kooperation des Landkreises, der Stadt Nordhausen sowie der Hochschule Nordhausen getragen werden.

Motivieren zu weiteren Energieprojekten sollen die Auszeichnung vorbildlicher Projekte, ein jährlicher Tag der offenen Energieanlage und eine App mit Belohnungssystem für die Energiepfadnutzung. Die Leitprojekte umfassen wirtschaftliche Investitionen in Anlagen und Gebäude, die von Unternehmen umzusetzen sind, sowie Aktivitäten der Umweltbildung und Motivation, für die Förderung benötigt wird.

 

Die Kurzfassung des Berichtes steht hier zum Download  bereit.

Energiepade erkundet

Ende Oktober hat die Hochschule Nordhausen zu der Begehung eines der in Überlegung befindlichen Energiepfade eingeladen. Die Energiepfade sind Rad- und Wanderwege im Nordhäuser Umland sowie in der Stadt Nordhausen, die an erneuerbaren Energien und anderen vorbildlichen Projekten zur Energiewende und zum Klimaschutz entlangführen. Diese Idee ist Bestandteil der Untersuchungen im Rahmen des Klimaschutz-Teilkonzepts, mit dem der Landkreis Nordhausen die Hochschule Nordhausen beauftragte.

Prof. Everding und ihr Team von der Hochschule Nordhausen, Vertreter des Landkreises und der Stadt Nordhausen, der LEADER-Region Südharz sowie Studierende des Studiengangs Energetisch Ökologischer Stadtumbau schlossen sich der Begehung an. Die Stadtrunde begann auf dem Petersberg. Der Petriturm könnte den zentralen Aussichtspunkt der Energiepfade für die Stadt Nordhausen bilden. Von hier aus hat man einen guten Ausblick auf verschiedene interessante Anlagen. Gut sichtbar ist die Dächer-Landschaft Nordhausens, die teils mit großflächigen Solaranlagen und Gründächern ausgestattet ist. Auch Windparks und einige Biogasanlagen im Landkreis Nordhausen können vom Petriturm aus entdeckt werden.

Weitere Stationen der Begehung waren das Wasserwerk in der Alexander-Puschkin-Straße, wo den Teilnehmern der Begehung die Wasserturbine näher erläutert wurde. Im Park Hohenrode erhielt die Gruppe Informationen zu Parkanlagen als Treibhausgas-Senke und den Überlegungen zur Verwendung von anfallendem Grün- und Strauchschnitt für das künftige Energiekonzept. Über die Altstadt und die Stadtbibliothek ging es weiter zum EVN Service Center, wo Herr Bernsdorf über die bestehenden und geplanten erneuerbaren Energieanlagen der EVN berichtete.

Die Auswertung der Begehung wird in die Vorschläge für das Klimaschutz-Teilkonzept einfließen. Die Arbeiten hieran möchte die Hochschule noch 2018 abschließen.

Mehr von der Energie-Kulturlandschaft entdecken

„Energiepfade und Aussichtspunkte in die Energie-Kulturlandschaft“ war das Thema eines kreativen Workshops an der Hochschule Nordhausen. Der Workshop fand im Rahmen des vom Landkreis Nordhausen beauftragten Klimaschutz-Teilkonzepts zum energetischen Wandel im Landkreis statt. Teilnehmer waren Betreiber von Anlagen erneuerbarer Energien, Künstler, die sich mit der Gestaltung solcher Anlagen befassen, Kenner von örtlichen Rad- und Wanderwegen, EDV-Programmierer, Tourismusexperten, Klimaschutzbeauftragte, Vertreter des Landkreises und der Stadt sowie der Hochschule Nordhausen.

In Arbeitsgruppen entwickelten die Teilnehmer Ideen für mehr Informationen an den installierten Anlagen sowie für Erlebnis- und Umweltbildungsangebote an den Aussichtspunkten. Auch wurden die Struktur, die Bewerbung und grundsätzliche Anforderungen an die Energiepfade diskutiert. Beispielsweise könnten sich lokale Unternehmen, die regenerative Energien herstellen oder nutzen, an den Energiepfaden beteiligen. Die Ergebnisse des Workshops werden nun projektbezogen mit Partnern vertieft und fließen in den Maßnahmenkatalog des Klimaschutzteilkonzepts ein. Die Arbeiten sollen vor Jahresende abgeschlossen sein.

Workshop zur lokalen Wertschöpfung im Sinne des Klimaschutzes


Um die Nutzung und Verwertung von Abfällen, Grün- und Strauchschnitten sowie erneuerbarer Energien ging es jetzt bei einem Workshop der Hochschule Nordhausen im Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode. Unter der Überschrift „Lokale Wertschöpfung als Mehrwert des Klimaschutzes“ stellten verschiedene Referenten Beispiele vor, wie Kommunen, Unternehmen und soziale Einrichtungen Reststoffe und erneuerbare Energien nutzen können. Ziel des Workshops war der Austausch zwischen den Referenten und Teilnehmern, um Sachverhalte und Probleme genauer zu untersuchen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Der Erfahrungsaustausch fand im Rahmen des Vorhabens „Innovatives Klimaschutz-Teilkonzept: Projekt zum energetischen Wandel im Landkreis Nordhausen (Energiepfade)“, mit dem die Landkreisverwaltung die Hochschule Nordhausen beauftragt hat. Der Workshop soll unter anderem dazu beitragen, möglichst praktische und gut umsetzbare Maßnahmenvorschläge zu entwickeln. Eingeladen waren unter anderem verschiedene Vertreter des Landkreises und der Stadt Nordhausen, verschiedene Bürgermeister der im Untersuchungsgebiet liegenden Gemeinden, die IBA Thüringen, Vertreter der Energiegenossenschaften sowie verschiedene Unternehmen aus der Region.

Als Referenten kamen Thomas Mund, Geschäftsführer der Südharzwerke Nordhausen - Entsorgungsgesellschaft, der auch den Tagungsort, das Abfallwirtschaftszentrums Nentzelsrode vorstellte, Bernd Düsterhöft vom Bio Energie Verbund e.V., Peter Spieß von der Gesellschaft für Förderung der Verwertung von Biomasse und erneuerbaren Energien e.V. sowie Claus Müller von der Energiegenossenschaft Helmetal. Prof. Dagmar Everding von der Hochschule Nordhausen informierte zu möglichen Maßnahmen im Rahmen des Forschungsprojektes. Insbesondere ging es in den Vorträgen darum, wie Grün- und Strauchschnitt in den Gemeinden effizient genutzt werden kann. Lösungen wurden zu verschiedensten Abfällen gegeben, beispielsweise sogenannte PYREG-Anlagen, mit denen aus holzigen Abfällen Pflanzenkohle hergestellt wird, die dann als Dünger genutzt werden kann. Weitere mögliche Verfahren sind, durch Pressen der Grünabfälle ein Substrat für Biogasanlagen herzustellen und durch die Trocknung des übrig gebliebenen Feststoffes neue Materialen wie Grasfaserdämmplatten oder Pflanztöpfen zu gewinnen. Des Weiteren informierten sich die Teilnehmer über eine Mini-Biogasanlage für den Hausgebrauch.

Als Möglichkeit der lokalen Wertschöpfung über erneuerbare Energien stellte die Energiegenossenschaft Helmetal das Beispiel der Diakonie in Günzerode vor. Obwohl die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach dort erst seit kurzen läuft, konnten schon zufriedenstellende Ergebnisse mit einer Autarkie von 84 % und einem 95 prozentigen Eigenverbrauch des gewonnenen Stroms erzielt werden, so Claus Müller. Prof. Dagmar Everding berichtete von Maßnahmenvorschlägen, die im Rahmen des Projektes weiterentwickelt und vertiefend betrachtet werden sollen. Darunter auch die Idee, eine Webcam auf einer Windkraftanlage zu installieren und Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich auf einer Internetseite über die Energielandschaft- Nordhausen zu informieren. Ein zweiter Workshop ist im Rahmen des Energiepfade-Projekts bereits geplant, bei dem u.a. diese Ideen weiterentwickelt werden.

Vorstellung zum Projektstart


Zum Start des Innovatives Klimaschutz-Teilkonzepts „Innovatives Teilkonzept zum energetischen Wandel  im Landkreis Nordhausen  (Energiepfade)“ stellten im Dezember 2017 stellten Landrat Matthias Jendricke und Prof. Dagmar Everding von der Hochschule Nordhausen das Projekt vor. 

Die Region Nordhausen beteiligt sich in Zusammenarbeit mit der Hochschule Nordhausen und der Internationalen Bauausstellung Thüringen als ModellStadtRegion für energetischen Wandel 2030+ am Wettbewerb Zukunftsstadt. Die Hochschule Nordhausen erhielt gemeinsam mit der Stadt Nordhausen den Status „IBA-Kandidat .

In der Region Nordhausen besteht bereits eine Vielzahl von Projekten des energetischen Wandels – teilweise initiiert und getragen von örtlichen Energiegenossenschaften als auch beeinflusst durch die Wertstoffwende, einer der Forschungsschwerpunkte der Hochschule Nordhausen.

Aufgabe des Klimaschutz-Teilkonzeptes soll es sein, bestehende Projekte als Bestandteile einer Energie-Kulturlandschaft weiterzuentwickeln, neue nachhaltige Projekte zu initiieren und diese über ein Akteursnetzwerk im Rahmen der Besucherlenkung  öffentlichkeitswirksam durch Schaffung von „Energiepfaden“ räumlich/landschaftlich, funktional, baukulturell, informativ zu verbinden.

Ziel des Landkreises  ist es, auf Grundlage eines landschaftlich integrierten Projekt- und Akteursverbundes des energetischen Wandels seinen Beitrag zur Umsetzung der nationalen Klimaschutzziele zu leisten. Hit Hilfe des innovativen Klimaschutz-Teilkonzeptes möchte der Landkreis die Klimaschutzziele des Bundes unterstützen, technisch-wirtschaftlich erreichbare Potentiale aufzeigen und umsetzbare, konkrete Maßnahmen ableiten und erhält dafür eine Bundesförderung aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative. 

Neues Angebot der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur berechnet Solarpotenzial

Berechnet werden können mit dem Solarrechner Potenziale für Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung ebenso wie Solarthermie- oder Freiflächenanlagen. Neben der Adresse sind lediglich Angaben zur Art der Immobilie und Personenzahl sowie dem durchschnittlichen Jahresverbrauch nötig, um die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage zu berechnen.

Üblicherweise müssen Hausbesitzer für eine solche Berechnung jede Menge Informationen recherchieren. Mit dem kostenlosen Thüringer Solarrechner geht das jetzt einfacher und schneller. Weitere wichtige Faktoren wie Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten bezieht der Solarrechner ebenfalls in die Berechnung ein.

Die Berechnungen des Solarrechners können abgespeichert oder ausgedruckt werden und enthalten Angaben zur Höhe des mit der Solaranlage erzielbaren Eigenverbrauchs, dem Grad der Unabhängigkeit vom Stromanbieter sowie der Jahresrendite und der voraussichtlichen CO2-Einsparung. Mit den Ergebnissen wird der Gang zum nächsten Handwerksbetrieb erleichtert, um sich mit einer eigenen Solaranlagen unabhängig von steigenden Energiepreisen zu machen.

 

Solarrechner Thüringen