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Schulbezogene Jugendsozialarbeit – was ist das eigentlich?

Schulsozialarbeit ist ein Angebot der Jugendhilfe, bei dem sozialpädagogische Fachkräfte kontinuierlich in der Schule tätig sind (Speck 2011). Schulbezogene Jugendsozialarbeit ist eine Form von Schulsozialarbeit, bei welcher es besonders darum geht, Bildungs- und anderen Benachteiligungen und Beeinträchtigungen vorzubeugen oder sie zu vermindern. Hauptzielgruppe sind dabei die Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus sollen auch Lehrer/-innen und Eltern/Erziehungsberechtigte beraten und unterstützt werden. Die Verfahrensweisen der Schulen werden dabei durch Handlungsmethoden aus der sozialen Arbeit ergänzt.

Innerhalb des Thüringer Landesprogramms der Schulbezogenen Jugendsozialarbeit werden im Wesentlichen vier Hauptziele verfolgt:

Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung ...
... von Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen, indem Maßnahmen angeboten werden, in denen Schülerinnen und Schüler über das schulische Angebot hinaus ihre Fähigkeiten entfalten, Anerkennung erfahren und soziale Prozesse gestalten können.

Vermeidung bzw. Abbau von sozialen Benachteiligungen ...
... individuellen Beeinträchtigungen und strukturellen Nachteilen, indem der Ausgrenzung und den Risiken des Scheiterns in der Schule entgegengewirkt wird. Die Schüler/-innen werden bei der Entfaltung ihrer Stärken, dem Erschließen ihrer Ressourcen und bei der Entwicklung von Lebensperspektiven unterstützt.

Beratung von Lehrkräften und Eltern ...
... indem die sozialpädagogische Sicht- und Handlungsweise in die Schule eingebracht und somit eine Verbesserung der Brückenfunktion zwischen den Sozialisationsinstanzen Jugendhilfe, Schule und Familie erreicht wird.

Junge Menschen in die Lage zu versetzen ...
... sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und zur Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie zur Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen befähigt werden.

Träger der schulbezogenen Jugendsozialarbeit im Landkreis Nordhausen

Was sind die Aufgaben der Schulsozialarbeiter/-innen?

Die Aufgaben der Schulsozialarbeiter/-innen richten sich an den gleichen übergeordneten Zielstellungen aus. Dabei werden Schwerpunkte gesetzt, die die Projektträger und Schulen ganz speziell für ihren Schulstandort vereinbart haben, um den Bedürfnissen der Schüler/-innen gerecht zu werden. Auf dieser Grundlage entsteht für die Schulsozialarbeiterin bzw. den Schulsozialarbeiter eine anspruchsvolle Vielfalt an Tätigkeiten. Zu den Aufgaben zählen insbesondere:

Beratung und Einzelfallhilfe

  • Beratung und Begleitung von einzelnen Schüler/-innen bei sozialen, schulischen, persönlichen und beruflichen Problemen in Sprechstunden und anlassbezogen,
  • Beratung von Eltern/Erziehungsberechtigten bei Schulschwierigkeiten ihrer Kinder, bei Erziehungs- und Lebensfragen,
  • Beratung von Lehrer/-innen bei sozialpädagogischen Fragen,
  • Einleitung von Kriseninterventionen,
  • Vermittlung von Schüler/-innen, Eltern/Erziehungsberechtigten und Lehrer/-innen an unterschiedliche Fachdienste (z. B. Beratungsstellen) – hierbei hat die Fachkraft eine Lotsenfunktion,
  • Migrationsarbeit.

Sozialpädagogische Gruppenarbeit

  • Sozialpädagogische Arbeit mit Gruppen unterschiedlichen und gleichen Geschlechts
  • Erarbeitung und Durchführung von besonderen Präventionsangeboten für Schüler/-innen, u. a. in den Themenbereichen Drogen-/Alkoholmissbrauch, Gewalt, Mobbing, Toleranzerziehung, kulturelle Bildung, Jugendokkultismus, Schulden, Gesundheit, Medienkompetenzen (aktuell insbesondere soziale Netzwerke),
  • Training sozialer Kompetenzen, u. a. Thematisierung und Einübung sozialer Umgangsformen und Kompetenzen sowie der Akzeptanz von Regeln, Förderung von Kommunikations-, Konfliktlösungs-, Beziehungsfähigkeit, Herausarbeitung persön­licher Stärken und Interessen, Stärkung des Selbstvertrauens und des Gruppengefühls.

Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

  • Befähigung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sich vor gefähr­den­den Einflüssen zu schützen,
  • Hinführung zu Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Eigenverantwortung sowie zur Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen,
  • Befähigung von Eltern und wichtigen Bezugspersonen, Kinder und Jugendliche besser vor gefährdenden Einflüssen zu schützen.

Unterstützung an Übergängen und bei der beruflichen Orientierung

  • Beratung und Unterstützung an Übergängen, u. a.: Grund-/Regelschule, Haupt-/ Realschule, Schul-/Ausbildungs-/Berufsleben, Schulwechsel,
  • Vorstellung schulbezogener Jugendsozialarbeit in der Grundschule, Durchführung von Kennenlern­-Wochen in der Regelschule,
  • Unterstützung der beruflichen Orientierung in enger Abstimmung mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur, Bewerbungs- und Vermittlungshilfen, z. B. Unterstützung bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, Vorbereitung auf Eignungstests.

Zusammenarbeit mit Eltern/Erziehungsberechtigten/wichtigen Bezugspersonen

  • Sozialpädagogische Beratung in Schulalltags- und Lebensfragen,
  • Initiierung von Projekten zur Elternbildungsarbeit, Themenabende,
  • Teilnahme an Elternstammtischen und Elternabenden,
  • auf Wunsch Initiierung oder/und Teilnahme an Eltern-/Lehrergesprächen und Eltern-Kind-Gesprächen,
  • Vermittlung in weiterführende Hilfen.

Gestaltende Zusammenarbeit mit der Schule

  • Teilnahme und Mitarbeit an schulischen Konferenzen,
  • Mitarbeit in schulischen Gremien, u.a. Klassensprecher-/Elternvertretertreffen,
  • Beratung der Lehrer/-innen, Kooperation mit der Schulleitung,
  • Mitarbeit bei der Gestaltung von Elternabenden,
  • Mitwirkung an und in Schulprojekten.

Netzwerkarbeit und Sozialraumorientierung

  • Zusammenarbeit und Vernetzung mit Unterstützungssystemen anderer sozialpädago­gischer Institutionen im Sozialraum, insbesondere mit außerschulischen Initiativen und Projekten der offenen Jugendarbeit,
  • Aufbau von Hilfestrukturen sowie Einbeziehung von Personen, Unternehmen und Institutionen aus dem Gemeinwesen, insbesondere im Umfeld der Schule.

Niedrigschwellig angelegte Angebote

  • Offene Gesprächs-, Kontaktangebote („Offenes Ohr“ für Kinder und Jugendliche),
  • Freizeit-/Sportangebote.

Ausgeschlossene Tätigkeiten sind Maßnahmen der Eingliederungshilfe (z.B. Integrationshelfer), Unterrichtsgestaltung, Lehrervertretung, Pausen- oder Unterrichtsaufsicht.

Wie ist die Schulsozialarbeit im Landkreis organisiert?

Der Freistaat Thüringen hat mit der Förderrichtlinie vom 27. Mai 2013 das Landesprogramm der Schulbezogenen Jugendsozialarbeit eingeführt. Der Landkreis Nordhausen hat sofort begonnen, mit den bereitgestellten Fördermitteln eine stabile und breite Struktur der Schulsozialarbeit zu schaffen, mit welcher möglichst viele Kinder und Jugendliche erreicht werden können.

Im Landkreis Nordhausen gibt es inzwischen an allen neun Regelschulen und an den Standorten des Berufsschulzentrums Schulsozialarbeiter/-innen. 12 Fachkräfte werden dafür bei insgesamt sieben anerkannten Trägern der Jugendhilfe beschäftigt. Diese Trägervielfalt ist eine Besonderheit und funktioniert im entstandenen Netzwerk ausgesprochen gut. Die Koordination und fachliche Begleitung erledigt die Koordinierungsstelle im Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes.

Wer sind die Ansprechpartner vor Ort im Landkreis Nordhausen?

Schule & Kontaktdaten

Schulsozialarbeiter & Projektträger

Staatliche Regelschule „Am Förstemannweg“
Ostrower Straße 13, 99734 Nordhausen
Tel.: 03631 4002331
E-Mail: m.dilbins@kreisjugendring-nordhausen.de
Frau Dilbins
Kreisjugendring Nordhausen e.V.

Staatliche Regelschule Ellrich

Hospitalstraße 36, 99755 Ellrich
Tel.: 036332 20708
E-Mail: uebner.k@caritas-bistum-erfurt.de
Frau Uebner
Caritas Nordhausen

Staatliche Regelschule „Geschwister Scholl“

Rudolf-Breitscheid-Straße 5, 99765 Heringen
Tel.: 03631 4001977
E-Mail: n.skora@horizont-verein.de
Frau Skora
Horizont e.V.

Staatliche Regelschule „G. E. Lessing“
Am Salzagraben 4, 99734 Nordhausen
Tel.: 0152 53678659
E-Mail: d.hoffmann@kreisjugendring-nordhausen.de
Herr Hoffmann
Kreisjugendring Nordhausen e.V.

Staatliche Regelschule "Haineite"

Schleifweg 3, 99735 Wolkramshausen
Tel.: 0163 8908763
E-Mail: lier@frohezukunft.eu
Frau Lier
Frohe Zukunft Nordhausen e.V.

Staatliche Regelschule „Käthe Kollwitz"
Wilhelm-Nebelung-Straße 44, 99734 Nordhausen
Tel.: 03631 4001976
E-Mail: f.koehler@horizont-verein.de
Frau Köhler
Horizont e.V.

Staatliche Regelschule „Löwentor"
Löwentorstraße 32, 99752 Bleicherode
Tel.: 03631 4001974
E-Mail: j.kleinewalter@horizont-verein.de
Frau Kleinewalter
Horizont e.V.

Staatliche Regelschule Niedersachswerfen
Albertstraße 9a, 99768 Harztor
Tel.: 0172 6699640
E-Mail: laura.bode@johanniter.de
Frau Bode
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Petersbergschule Staatliche Regelschule
Petersberg 2, 99734 Nordhausen
Tel.: 0152 57350340
E-Mail: ssapbn@gmail.com
Herr Seifert-Merschel,
Herr Neitzke
Jugendsozialwerk Nordhausen e.V.

Staatliches Berufsschulzentrum Nordhausen
Str. d. Genossenschaften 168, 99734 Nordhausen
Tel.: 0173 9062869, 0173 9062868
E-Mail: schulsozialarbeit@lift-nordhausen.de
Frau Orlob,
Frau Wichmann
Lift gGmbH

Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit
Landratsamt, Fachbereich Jugend und Soziales
Behringstraße 3, 99734 Nordhausen
Tel.: 03631 911-126
E-Mail: mhesse@lrandh.thueringen.de
Herr Hesse