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Vielfältige Jugendarbeit

Das vielfältige Angebot von Jugendeinrichtungen und Jugendsozialarbeit in Schulen haben sich jetzt Stefan Nüßle und Sabine Reich angesehen. Der Bildungs- und Sozialdezernent des Landkreises Nordhausen und die Fachgebietsleiterin für den Bereich Jugendpflege haben in der vergangenen Woche verschiedene Einrichtungen besucht und sich vor Ort über die aktuellen Themen informiert. "Die Landkreisverwaltung wird in den kommenden anderthalb Jahren die Jugendhilfeplanung überarbeiten", sagte Stefan Nüßle. Dabei gehe es darum, die bestehenden Angebote zu untersuchen, weiterzuentwickeln und wenn erforderlich dem aktuellen Bedarf der Jugendlichen in den einzelnen Sozialräumen anzupassen. "Mir liegt dabei am Herzen, neben den großen Trägern auch die kleinen flächendeckend miteinzubeziehen und einheitliche Förderkriterien zu erarbeiten, auch unabhängig von den Nutzerzahlen, die im ländlichen Raum natürlich anders sind als im städtischen Umfeld", so Nüßle. Ein Ansatz könne dabei sein, die Bereichsjugendpflege wieder zu stärken, auch um die bestehenden Angebote und Vereine zu vernetzen.

Über die schulbezogene Jugendsozialarbeit, die das Land Thüringen finanziert, informierten sich Stefan Nüßle und Sabine Reich in der Regelschule Geschwister Scholl in Heringen. Schulsozialarbeiterin Nicole Skora vom Horizont e.V. berichtete von ihrem Tätigkeitsfeld, das von der individuellen Betreuung von Schülern bis zu Beschäftigungsangeboten am Nachmittag reicht. "Es hat sich eine sehr gute Zusammenarbeit entwickelt und die Schulsozialarbeiter sind nicht mehr wegzudenken", betonte Schulleiter Oliver Binner. "Es war schon lange Wunsch der Schulen, einen Begleiter zu haben, der bei Problemen mit unterstützen und eingreifen kann." Um sich einen breiten Überblick in der Stadt und im ländlichen Raum zu verschaffen, haben Stefan Nüßle und Sabine Reich außerdem Jugendeinrichtungen in Nordhausen, Heringen, Bleicherode und Werther besichtigt. Diese ganz unterschiedlichen Kinder- und Jugendtreffs betreuen die Vereine Falken, Horizont, Kreisjugendring, der Evangelische Kirchenkreis sowie die Gemeinde Werter, die gleich in vier Ortsteilen Jugendclubs bereitstellt. In den Gesprächen zeigte sich, wie vielfältig die Situationen und Problemlagen der Jugendlichen und ihrer Familien sein können, mit denen die Sozialarbeiter und ehrenamtliche Kräfte in Kontakt kommen. Gerade auch im ländlichen Raum bilden die Kinder- und Jugendtreffs einen wichtigen Anlaufpunkt, der oft auch generationsübergreifend genutzt wird.

Ein stark frequentiertes Angebot ist beispielsweise das Jugend-Café in Nordhausen-Ost, das der Kreisjugendring betreut. Sozialarbeiter Marco Kühlewind erzählte von den unterschiedlichen Aktivitäten wie gemeinsames Kochen, Fußballspielen, Tischtennis oder  Ausflüge in den Ferien. Auch viele Asylsuchende besuchen den Jugendclub. Ein besonderes Projekt im Bereich Jugendpflege ist auch Herzschlag - Junge Kirche im Südharz. "Ein Zentrum ist natürlich die Altendorfer Kirche", sagte Simon Roppel, Kreisjugendreferent im Kirchenkreis Südharz. Die Kirche in der Nordhäuser Altstadt wird gerade zum einen jugendgerechten Treffpunkt umgebaut und dabei packen auch die Jugendlichen mit an. "Außerdem machen wir ganz bewusst Basisjugendarbeit in der ländlichen Region." So gibt es mehrere kleine Gruppen verstreut im Landkreis, die dann auch bei gemeinsamen Treffen in Nordhausen zusammenkommen. Damit geht Herzschlag neue Wege in der kirchlichen Jugendarbeit. "Unser Modell betrachtet auch die Evangelische Kirche als besonders zukunftsweisend", meinte Roppel. Der Besuch der Jugendeinrichtungen vermittelte ein eindrückliches Bild der verschiedenen Facetten der Jugendarbeit. "Ich bin begeistert vom Engagement der Mitarbeiter vor Ort mit den Kindern und Jugendlichen, wie wir es jetzt erlebt haben", sagte Sabine Reich. In der nun anstehenden Überarbeitung der Jugendhilfeplanung gehe es auch darum, den Trägern eine langfristigere Perspektive zu eröffnen, so Stefan Nüßle: "Wir streben an, nicht nur wie bislang in Jahresscheiben zu denken, sondern die Planungssicherheit für die Träger zu erhöhen."

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