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Symbolischer Startschuss

Heute geben die Landrätinnen Birgit Keller und Antje Hochwind den symbolischen Startschuss für die gemeinsame Leitstelle des Kyffhäuserkreises und des Landkreises Nordhausen. Dem Voraus ging eine längere Vorbereitungs- und Planungszeit mit vielen Abstimmungen zwischen den beiden Verwaltungen. Gemündet ist dies im September 2013 in eine Zweckvereinbarung für den Betrieb einer gemeinsamen Zentralen Leitstelle für Brand- und Katastrophenschutz und Rettungsdienst, die die Kreistage des Landkreises Nordhausen und des Kyffhäuserkreises beschlossen haben. Die Zweckvereinbarung trat zum 1. Oktober 2013 in Kraft und die Aufgabenträgerschaft ging allein auf den Landkreis Nordhausen über. Die bisher in Sondershausen tätigen acht Leitstellenmitarbeiter hat der Landkreis Nordhausen übernommen.

Künftig werden 16,5 Vollzeitstellen die Arbeit der Zentralen Leitstelle erledigen. Für den Betrieb von zwei getrennten Leitstellen wären dauerhaft mindestens 22 Vollzeitstellen erforderlich. Durch die Reduzierung der Vollzeitstellen, ohne dass sich die Leistungsfähigkeit der Leitstelle verschlechtert oder Personal abgebaut wird, können somit die Personalkosten reduziert werden.

Durch eine Kooperation mit der Berufsfeuerwehr der Stadt Nordhausen ist die Besetzung mit Mitarbeitern, die über die gesetzlich vorgeschriebene Feuerwehrqualifikation verfügen, gesichert. In der Leitstelle sind ständig mindestens ein Einsatzsachbearbeiter mit der Qualifikation Rettungsassistent (künftig Notfallsanitäter) und ein Einsatzsachbearbeiter mit der Befähigung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst tätig. Gegenwärtig versehen pro Schicht zwei Rettungsassistenten und ein Feuerwehrmann Dienst in der Leitstelle, um dem Einsatzaufkommen in beiden Landkreisen gerecht zu werden.

Seit Oktober vergangenen Jahres wurden rund 225.000 € investiert, um die Zentrale Leitstelle in Nordhausen für die neuen Aufgaben aufzurüsten. Ziel war es, innerhalb eines Jahres die beiden Standorte zusammenzulegen. Es folgten technische Anpassungen und organisatorische Vorbereitungen, die für einen gemeinsamen Betrieb erforderlich waren. In zahlreichen Abstimmungsgesprächen mit den örtlichen Feuerwehren, den Rettungsdiensten und Sanitäts- und Betreuungsdiensten wurde das Einsatzleitsystem mit den erforderlichen Alarmplänen für den Kyffhäuserkreis ergänzt.

Die Umschaltung des Notrufes 112 aus dem Kyffhäuserkreis in die neue gemeinsame Zentrale Leitstelle erfolgte dann nach rund einem Jahr pünktlich im Oktober reibungslos. Seit diesem Zeitpunkt werden durch die Leitstelle in Nordhausen alle Einsätze der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und der allgemeinen Hilfe) bearbeitet und gelenkt.

Die gemeinsame Leitstelle ist zuständig für rund 165.000 Einwohner in 70 Städten und Gemeinden mit 230 Ortsteilen und Wohnplätzen. Das Gebiet beider Landkreise erstreckt sich auf einer Fläche von rund 1.800 km². Die Leitstelle koordiniert den Einsatz von bis zu 30 Fahrzeugen des bodengebundenen Rettungsdienstes, die auf 13 Standorte über den Bereich beider Landkreise verteilt sind. Gleichwohl ist jeder Landkreis, trotz Fusion der Leitstelle, weiterhin Aufgabenträger für den bodengebundenen Rettungsdienst in seinem Kreisgebiet. Es sind 169 Freiwillige Feuerwehren und eine Berufsfeuerwehr in Nordhausen mit 331 Einsatzfahrzeugen zu lenken. Dazu kommen noch 2 Standorte des Technischen Hilfswerkes in Nordhausen und Sondershausen und die Katastrophenschutzeinheiten gem. der Thüringen Katastrophenschutzverordnung mit 43 Einsatzfahrzeugen. Durch die gemeinsame Zentrale Leitstelle werden jährlich rund 29.500 Einsätze im Bereich der Notfallrettung und im Krankentransport und 3.000 Einsätze der Feuerwehren abgewickelt. Dazu kommen noch die Einsätze im Bereich des Katastrophenschutzes und der allgemeinen Hilfe mit ca. 2.000 Vorgängen. Pro Tag koordiniert die Leitstelle im Durchschnitt etwa 93 Einsätze bei insgesamt rund 34.000 Einsätzen pro Jahr.

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