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Stark für die Psyche junger Menschen in der Region

Die Nordhäuser Regionalgruppe von „Verrückt? Na und!“ engagiert sich für die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und feiert das 15. Jubiläum des national und international erfolgreichen Programmes. Schwieriges ansprechen, Tabus brechen und Hilfen bündeln: Die Regionalgruppe von „Verrückt? Na und!“ engagiert sich dafür, bereits junge Menschen für das Thema seelische Gesundheit zu sensibilisieren und so psychischen Erkrankungen sowie deren Langzeitfolgen vorzubeugen. „Verrückt? Na und!“ heißt das Programm, mit dem sie Schulen und Ausbildungsstätten besucht und mit Schülern ab der 8. Klasse und Lehrern ins Gespräch kommt. Das Besondere dabei: Neben einem Psychologen oder Sozialpädagogen ist immer ein persönlicher Experte dabei, ein Mensch, der selbst eine psychische Krise gemeistert hat. Das Konzept geht auf: In vertrauensvoller Atmosphäre öffnen sich die Jugendlichen, tauschen sich aus, zeigen persönliche Betroffenheit. Lehrer erfahren mehr über Nöte und Fragen ihrer Schützlinge und können Hilfsangebote machen. „Verrückt? Na und!“ kann eventuelle Kommunikationsblockaden in Schulen aufbrechen. Lehrer und Schüler beginnen dann anders miteinander zu kommunizieren.

 

Seit September 2014 wurde das Projekt unter der „Federführung“ des Landratsamtes Gesundheitswesen/Gesundheitsförderung im Landkreis Nordhausen etabliert. Es sind bereits fünf Schulen, die von der Wirkung des Projektes höchst begeistert und überzeugt sind und es deshalb nachhaltig in ihren Schulalltag integriert haben. Die Evaluation des Programmes hat u.a. ergeben, dass Schüler besser über seelische Gesundheit Bescheid wissen, eine veränderte Einstellung zu psychischen Krankheiten gewinnen und es ihnen im Ernstfall besser gelingt, sich Hilfe zu suchen. Die Schüler wirken darüber hinaus auch als Multiplikatoren und verbreiten ihre Erkenntnisse durch anschließende Diskussionen in der Familie und im Freundeskreis.

 

Das Programm „Verrückt? Na und!“ wurde vom Verein Irrsinnig Menschlich 2001 entwickelt. Mit seinem Ansatz tut der Verein das, was Fachleute, wie kürzlich die OECD, fordern: Mehr Hilfen für junge Menschen durch Aufklärung zur psychischen Gesundheit zur Verfügung zu stellen und Schulen sowie Ausbildungsbetriebe im Umgang mit dem Thema zu qualifizieren. Denn: Die meisten psychischen Erkrankungen beginnen vor dem 20. Lebensjahr und können, nicht behandelt, Bildungs- und Lebenschancen zerstören und verursachen langfristig hohe volkswirtschaftliche Kosten. „Verrückt? Na und!“ ist Modellprojekt für die Umsetzung der nationalen Gesundheitsziele „Gesund aufwachsen“ und „Depressive Erkrankungen verhindern“. Es wird von Regionalgruppen an über 60 Standorten in zwölf Bundesländern durchgeführt, darüber hinaus in Österreich, Tschechien und der Slowakei. Schirmherr für die bundesweite Verbreitung ist Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Überregionale Kooperationspartner sind die BARMER GEK und gesundheitziele.de. Die Initiatorin von Irrsinnig Menschlich, Dr. Manuela Richter-Werling, wurde für ihre Idee in das internationale Netzwerk sozialer Unternehmer Ashoka berufen.

 

Lokaler Ansprechpartner bzw. Koordinierungsstelle für interessierte Lehrer im Landkreis Nordhausen ist der Fachbereich Gesundheitswesen im Landratsamt Nordhausen, Kathrin Wolff, telefonisch erreichbar unter 03631 911-186  oder per E-Mail an kwolff@lrandh.thueringen.de.

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