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Nordthüringen als Modell?

Nordthüringen als Modell für die Thüringer Kulturlandschaft?

Auf mehr als 100 Seiten stellte das Institut für Kulturpolitik seinen Abschlussbericht zur überregionalen Kulturentwicklungskonzeption in der Modellregion Nordthüringen (KEK) als Entwurf dem Regionalbeirat am vergangenen Montag vor.

Der Bericht beinhaltet zunächst eine Analyse der Ausgangssituation in der Modellregion – betrachtet werden hier alle kulturrelevanten Felder von der demographischen Entwicklung über die Wirtschaftsprognosen bis hin zur kulturellen Infrastruktur. Es folgen eine Darstellung der Strukturprobleme und -qualitäten sowie zentrale Bausteine für eine Strategie regionaler Kulturpolitik. Das Herzstück des Papiers bilden die Maßnahmen für die Umsetzung der in einem breit angelegten Beteiligungsprozess erarbeiteten Handlungsfelder. Für unsere Modellregion stehen die Entwicklung eines zeitgemäßen Kulturmarketing und Kulturtourismus ebenso im Fokus wie die Stärkung der „Kulturellen Bildung“ sowie die Erreichbarkeit der Angebote im ländlichen Raum. Es wurden konsensfähige Vorschläge erarbeitet und kooperative Verfahren für deren Umsetzung entwickelt.

Projektleiter Dr. Patrick S. Föhl wies gerade mit Blick auf die „Kulturelle Bildung“ darauf hin, dass in der gesamten Region vor allem von den Einrichtungen Musikschulen und Theater bereits beste Rahmenbedingungen geschaffen wurden. In der Umsetzung der KEK geht es nun darum, dass vor allem die großen Häuser hier eine Ankerfunktion übernehmen sollten. Davon können kleinere Einrichtungen, oft in Trägerschaft von Vereinen, partizipieren. Dieser Transformationsprozess wird vom Land Thüringen weitere Unterstützung erfahren, welches die Erarbeitung der Kulturentwicklungskonzeption auf den Weg und gefördert gegeben hat.

Die Umsetzung der Maßnahmen im KEK ist im Koalitionsvertrag der Landesregierung verankert; hierfür sollen Mittel in den Landeshaushalt eingeplant werden.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Entwicklung des KEK in seiner umfassenden partizipativen und analytischen Form in Deutschland Modellcharakter aufweist. Gelingt es nun, gemeinsam mit den Akteuren aus Politik, Kunst und Kultur sowie Vereinen und Schulen, die Umsetzung der Maßnahmen und Handlungsempfehlungen kreativ und zukunftsfest in der Region voranzutreiben, könnte von Nordthüringen aus ein positives Bild bezüglich transformativer Kulturentwicklungsansätze in die Kulturlandschaft Thüringens gesandt werden.

Der Abschlussbericht wird derzeit für seine Endfassung vorbereitet und schon bald auf der Projekt-Homepage kulturkonzept-kyf-ndh.de veröffentlicht. Bereits jetzt sind auf der Seite detaillierte Informationen zum gesamten Prozess zu finden.
Auch für die am  16. März, 15-18 Uhr geplante Abschlussveranstaltung im Panorama Museum Bad Frankenhausen können sich Interessierte hier anmelden.

Die Erarbeitung des überregionalen Kulturentwicklungskonzeptes für die Modellregion Nordhausen/Kyffhäuser wird von der Thüringer Staatskanzlei, Abteilung Kultur und Kunst gefördert.

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