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Nordhäuser Modell geht weiter

Nach der vor kurzem erfolgten Verlängerung des Verkehrsvertrages zwischen dem Freistaat Thüringen und der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) wurde heute der zweite wichtige Schritt zur Fortführung des „Nordhäuser Modells“ vollzogen. Die Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH (VBN) und der HSB besiegelten mit dem Verkehrsleistungsvertrag nun auch die Weiterführung der entsprechenden Kooperation beider Unternehmen im Südharz.

Mit dem „Nordhäuser Modell“ wurde am 30. April 2004 ein neues ÖPNV-Zeitalter im Südharz eingeläutet. Durch die Überwindung der Systemgrenzen von Eisenbahn- und Straßenbahnbetrieb wurde ein durchgängiger Linienverkehr zwischen dem Nordhäuser Südharz-Klinikum und der Neanderklinik in Ilfeld ermöglicht. Bereits im Jahre 2002 wurden hierfür im Vorwege die meterspurigen Gleise der HSB und der Nordhäuser Straßenbahn miteinander verbunden. Seit nun mittlerweile über zehn Jahren kommen auf dem HSB-Abschnitt Nordhausen – Ilfeld Eisenbahnfahrzeuge und Zweisystem-Stadtbahnfahrzeuge vom Typ „Combino Duo“ der VBN wechselweise in einem Taktfahrplan zum Einsatz. Begleitend errichtete die HSB mit finanzieller Unterstützung des Freistaats Thüringen in den vergangenen Jahren auch insgesamt sieben neue Zugangsstellen und sanierte die bisherigen Stationen. Ein Gesamtkonzept mit großem Erfolg, denn bereits seit der Einführung des ÖPNV-Angebotes stiegen die Beförderungszahlen im Südharz auf jährlich rund 250.000 Fahrgäste deutlich an.

Für die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte sind jetzt alle Weichen gestellt. Bereits am 24. November bekannten sich dazu der Freistaat Thüringen und die HSB mit dem Abschluss eines Verkehrsvertrages. Im Rahmen der sechsjährigen Laufzeit dieser Vereinbarung, beginnend ab dem 1. März 2015, wird der Freistaat Thüringen jährlich insgesamt ca. 174.000 Fahrplankilometer im Schienenpersonennahverkehr bei der HSB bestellen. Damit ist die finanzielle Grundlage des bewährten innovativen Verkehrskonzepts auch in den kommenden Jahren gesichert.

Vor diesem Hintergrund unterschrieben HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener sowie die VBN-Geschäftsführer Mathias Hartung und Gabriele Schuchardt heute im Ilfelder Bahnhof in Anwesenheit von Jutta Krauth, 1. Beigeordnete des Landkreises Nordhausen, Dr. Klaus Zeh, Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen, und Stephan Klante, Bürgermeister der Gemeinde Harztor, nun den Verkehrsleistungsvertrag, der die bislang über zehnjährige Kooperation beider Verkehrsunternehmen im Rahmen des „Nordhäuser Modells“ nahtlos fortsetzen wird. Im Zuge dieser Zusammenarbeit beauftragt die HSB die VBN auch zukünftig als Subunternehmer mit der Erbringung eines Teils des vom Freistaat Thüringen bestellten Volumens an Verkehrsleistungen.

Im Ergebnis der heutigen Unterzeichnung werden die „Combino Duo“-Fahrzeuge der VBN in den kommenden Jahren also weiterhin zwischen Nordhausen und Ilfeld im Mischbetrieb mit den Zügen der HSB verkehren. Der attraktive Schienenpersonennahverkehr im Rahmen des „Nordhäuser Modells“ wird damit fortgesetzt und auch weiterhin für eine hohe Mobilität im Südharz sorgen. Der Erfolg des Gesamtkonzepts ist auch zehn Jahre nach der Einführung ein Beleg dafür, dass innovative Lösungen zur Verbindung des Stadt- und Regionalverkehrs nicht nur in dicht besiedelten Ballungsgebieten möglich sind.

 

Foto (HSB/Dirk Bahnsen): Nach der Vertragsunterzeichnung in Ilfeld am 12.12.2014 (v.l.n.r.): Dr. Klaus Zeh (Oberbürgermeister Nordhausen), Stephan Klante (Bürgermeister Gemeinde Harztor), Mathias Hartung (Geschäftsführer VBN), Holger Wengler (Büroleiter Oberbürgermeister Dr. Zeh), Gabriele Schuchardt (Geschäftsführerin VBN), Mathias Wagener (Geschäftsführer HSB), Fritz Keilholz (Betriebsleiter Straßenbahn VBN), Jutta Krauth (1. Beigeordnete Landkreis Nordhausen), Jörg Bauer (Eisenbahnbetriebsleiter HSB) und Rüdiger Simon (Kaufmännischer Leiter HSB)

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