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Kampagne "positiv zusammen leben" gegen Diskriminierung zum Welt-AIDS-Tag

„Gegen HIV hab ich Medikamente. Gegen dumme Sprüche nicht.“ - „Mit HIV kann ich leben. Mit dem ewigen Verstecken nicht.“ Diese und weitere Plakataussagen bilden den Auftakt für die Kampagne zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember und regen zum Nachdenken an. Die Kampagne will so unbegründete Ängste vor einer HIV-Übertragung ansprechen. "Aufeinander zugehen, miteinander reden, sich gegenseitig zuhören und verstehen: So funktioniert ´positiv zusammen leben´", sagt Kathrin Wolff, Aidsberaterin im Landratsamt. "Im Bekanntenkreis, in der Familie, im Arbeitsleben und in der Freizeit - wir alle können unseren Beitrag gegen Diskriminierung leisten."

In Deutschland leben laut Schätzung des Robert-Koch-Institutes etwa 85.000 HIV-positive Menschen und liegt damit im weltweiten und auch westeuropäischen Vergleich auf einem relativ niedrigen Niveau - nicht zuletzt aufgrund guten Präventionsarbeit in den letzten drei Jahrzehnten. Über 90 Prozent der Neuinfektionen in Deutschland werden auf sexuellem Weg übertragen. Hier lässt sich das Risiko einer Ansteckung fast auf Null durch die richtige Anwendung von Kondomen und eine erfolgreiche HIV-Therapie mit Medikamenten senken. Wird HIV rechtzeitig festgestellt und behandelt, ist eine AIDS-Erkrankung vermeidbar. "Dank moderner Medikamente können Menschen mit HIV in jedem Beruf arbeiten und ihre Freizeit wie andere auch gestalten", so Wolff. "Aber immer noch wiegen heute Zurückweisung, Ausgrenzung und die Angst davor für viele HIV-Positive schwerer als die gesundheitlichen Folgen der Infektion selbst. Die Kampagne „Positiv zusammen leben“ bringt viele Menschen zusammen, die sich für Respekt, Toleranz und Unterstützung engagieren."

Auch im Landkreis Nordhausen gibt es regelmäßig Angebote zur HIV/AIDS-Prävention in Schulen und anderen Einrichtungen sowie die HIV/AIDS-Beratung mit kostenlosem HIV-Test im Gesundheitsamt des Landratsamtes Nordhausen. In Zusammenarbeit mit einigen Schulen und Einrichtungen wird nun in  verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen auf den Welt-AIDS-Tag aufmerksam gemacht. So sind an drei Tagen insgesamt achtGesprächsrunden mit einem HIV-betroffenen Mann geplant, welche eine sehr persönliche und intensive Auseinandersetzung mit der Problematik HIV und AIDS, aber auch mit Themen wie Liebe, der Umgang miteinander, Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber ermöglichen. Außerdem werden in vielen Schulen Spendenaktionen durchgeführt, die der Aidshilfe in Thüringen zur Unterstützung HIV-positiver Menschen zugute kommt. Auch die Mitarbeiter des Landratsamtes werden sich an einer Aktion zum Welt-AIDS-Tag beteiligen, die unter dem Motto steht „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes Nordhausen zeigen Schleife“. Die rote Aidsschleife ist das weltweit bekannte Symbol für Solidarität mit HIV-Positiven und an AIDS Erkrankten, aber auch für den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit. 

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