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Integrationsbeirat hat sich konstituiert

Die Mitglieder des Integrationsbeirats haben sich gestern Abend zur konstituierenden Sitzung getroffen. Landrat Matthias Jendricke bedankte sich für die Bereitschaft, sich im Integrationsbeirat zu engagieren und gab einen Ausblick auf die möglichen Themen im neu besetzten Gremium. "Man kann hier nicht nur Probleme benennen, sondern auch Lob und Anerkennung aussprechen und positive Integrationsvorhaben hervorheben", sagte Matthias Jendricke. So habe es im vergangenen halben Jahr ein starkes ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit im Landkreis gegeben. "Es leben viele Leute neu im Landkreis Nordhausen, weit über 1000, viele davon sind schon familiär hier sesshaft geworden", so der Landrat. Daraus ergeben sich viele Fragestellungen und Themen, denen sich der Integrationsbeirat annehmen kann. "So vielschichtig wie die Zusammensetzung dieses Gremiums sind auch die Zuwanderer im Landkreis. Es sind nicht nur Flüchtlinge, sondern auch Migranten, die aus beruflichen oder familiären Gründen hierhergekommen sind", so Jendricke.

Zum Vorsitzenden des Beirats haben die Mitglieder Mohamed Fayez Ahmed Sayed gewählt, zu dessen Stellvertreter Nader Mahboubkhah. Der Kreistag hatte die vier ausländischen und drei deutschen Mitglieder des Integrationsbeirats sowie deren Stellvertreter in der letzten Sitzung des Kreistages im März bestellt. Die ausländischen Vertreter im Integrationsbeirat stammen aus Polen, der Slowakei, Eritrea, Marokko, Ägypten und Südafrika. Zu den Aufgaben des Integrationsbeirats gehört es, an der Verbesserung der Lebensverhältnisse von Menschen mit Migrationshintergrund mitzuwirken, Integrationsprozesse zu unterstützen, die interkulturellen Beziehungen zu stärken, die Umsetzung des Integrationsplanes zu fördern und den Kreistag in Fragen zu beraten, die Menschen mit ausländischen Wurzeln betreffen. Insgesamt leben derzeit im Landkreis Nordhausen rund 4.700 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, davon sind rund 1.100 Asylbewerber.

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