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Impfen gegen Masern wichtig

„Gerade Erwachsene sollten jetzt einen Blick in ihren Impfpass werfen“, rät die Amtsärztin des Landkreises Nordhausen Ingrid Francke. Denn die bundesweite „Masernwelle“ hat längst auch Thüringen erreicht. Insgesamt neun Masernfälle wurden bislang im Freistaat  registriert. „Es ist davon auszugehen, dass hier Folgeerkrankungen auftreten werden", so Ingrid Francke. Erste Krankheitsfälle sind inzwischen auch in unseren Nachbarlandkreisen gemeldet worden. Wer selbst noch keine Masern hatte und keinen zuverlässigen Impfschutz hat, kann sich bei Kontakt mit einem Erkrankten leicht anstecken. „Wir haben zwar noch keine Masernerkrankung im Landkreis Nordhausen registriert, aber natürlich steigt das Risiko einer Ansteckung, wenn es im näheren Umfeld bereits nachgewiesene Fälle gibt. Denn Masern sind noch viel ansteckender als Grippe“, so die Amtsärztin. „Masern sind eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten des Menschen überhaupt." Ein hoher Anteil der Masernfälle tritt bei Kindern unter einem Jahr, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. 2013 waren rund 40 % der an Masern Erkrankten über 20 Jahre alt. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, denn etwa bei jedem zehnten Erkrankten kommt es zu Komplikationen, wie zum Beispiel Mittelohr-, Lungen- und Hirnhautentzündung. Das Risiko von schwer wiegenden Komplikationen ist bei Kindern unter 5 Jahren und Erwachsenen über 20 Jahren erhöht. 

 

Die Ständige Impfkommission, kurz STIKO, empfiehlt eine Impfung gegen Masern generell allen Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind und noch gar nicht oder nur einmal in der Kindheit gegen Masern geimpft wurden oder deren Impfstatus unklar ist. Es sollte vorzugsweise ein MMR-Impfstoff genutzt werden, also eine Kombi-Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln. Wer vor 1970 geboren ist und nicht genau weiß, ob er in der Kindheit Masern hatte, sollte sich ebenfalls beim Hausarzt impfen lassen. Besonders spricht die STIKO dabei gefährdete Berufsgruppen an, also Mitarbeiter im Gesundheitsbereich oder in Gemeinschaftseinrichtungen, beispielsweise Kitas und Schulen. „Gerade im Zusammenhang mit der Aufnahme von Kleinkindern unter einem Jahr in Einrichtungen ist der Impfschutz der Erzieher wichtig", sagt Ingrid Francke. "Gleichermaßen wichtig ist, dass die Eltern darauf achten, ihre Kinder zeitgerecht impfen zu lassen - gerade mit Blick auf die Betreuung in einer Kita."

 

Kinder sollten nach dem aktuellen Impfkalender der STIKO in der Regel die erste MMR-Impfung zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat, die zweite Grundimmunisierung zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat erhalten. Die zweite Impfung kann frühestens vier Wochen nach der ersten MMR-Impfung erfolgen. Wurde die 2. Impfung versäumt, so sollte sie so schnell wie möglich nachgeholt werden. „Kleinkinder kann man frühestens ab dem 9. Lebensmonat impfen. Um sie vorher vor einer Ansteckung schützen zu können, ist es wichtig, dass die Familie und die Menschen im näheren Umfeld geimpft sind", betont Amtsärztin Ingrid Francke. Wer Kontakt mit einem Masernerkrankten hatte und nicht weiß, ob ein zuverlässiger Impfschutz vorliegt, dem empfiehlt die STIKO eine MMR-Impfung möglichst innerhalb von drei Tagen nach dem Kontakt.

Wer also unsicher zu seinem Impfstatus ist, sollte mit seinem Impfpass den Haus- oder Kinderarzt aufsuchen.

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