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„Im Mittelpunkt stehen Kinder“

Der Unterricht für Kinder mit nichtdeutscher Herkunftssprache ist eine wachsende Herausforderung im Schulalltag, gerade vor dem Hintergrund der steigenden Flüchtlingszahlen auch im Landkreis Nordhausen. Ein behörden- und ressortübergreifendes Arbeitsgespräch fand dazu jetzt auf Einladung des für die Schulen zuständigen 2. Beigeordneten Stefan Nüßle statt. Gemeinsam mit dem Nordthüringer Schulamtsleiter Bernd-Uwe Althaus trafen sich die Leiter der Schulverwaltungen aus Stadt und Landkreis, der Kreisvolkshochschule, der Schulsozialarbeit, des Vereins Schrankenlos, des Jugendamtes, der Petersbergschule und der Bertold-Brecht-Schule. Sie erörterten den Vorschlag, zentrale Vorkurse und eine spezielle, mehrmonatige Sprachklasse einzurichten, damit Kinder mit fremder Muttersprache schnell und zielgerichtet auf ihre Integration in die Zielklasse vorbereitet werden können. „Dabei machen knappe Kassen und der Fachkräftemangel auch um das Schulsystem keinen Bogen“, so Bernd-Uwe Althaus, „die Bildungslandschaft in Nordhausen, auch mit Hochschule und Studienkolleg, bietet aber dennoch gute Voraussetzungen.“ Auch aus Landkreissicht ist die Kooperation der Einrichtungen wichtig. „Von größter Wichtigkeit sind die rechtzeitige Planung, die gegenseitige Unterstützung und das gemeinsame, partnerschaftliche Vorgehen. Die Schulen leisten eine sehr gute Arbeit, sie brauchen aber dringend Unterstützung bei den Rahmenbedingungen“, erklärte Stefan Nüßle. Das gelte auch für die Schulträger. Deren Zusammenwirken sei aus seiner Sicht gelingend und unkompliziert: „Die Vorhaltung geeigneter Räumlichkeiten für zusätzliche Angebote am Petersberg ist eine Aufgabe, zu welcher sich die Stadt Nordhausen dankenswerterweise klar bekennt.“ Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch die Schulsozialarbeit. „Zur Entwicklung einer angemessenen Willkommenskultur gehört, dass man sich der Entwicklung der gesamten Schule und der Arbeit mit allen Schülerinnen und Schülern widmet. Als freier Jugendhilfeträger werden wir hierbei auch weiterhin einen engagierten Beitrag leisten, unter anderem im Projekt der Schulsozialarbeit an der Petersbergschule“, erklärte Ines Gast vom Jugendsozialwerk. Der Verein Schrankenlos kümmert sich seit mehreren Jahren um die Betreuung ausländischer Flüchtlinge im Landkreis Nordhausen. Die Sozialarbeiter des Vereins begleiten die betroffenen Familien unter anderem bei der Schulanmeldung und agieren auch künftig in enger Abstimmung mit den Schulleitungen. Schulamtsleiter Althaus versicherte, dass dort wo es möglich ist, auch der schulpsychologische Dienst zur Verfügung stehe. Im Jugendamt des Landkreises wird man prüfen, wie die Ausstattung mittelloser neuer Schüler mit Schreib- und Arbeitsmaterialien unterstützt werden kann, wenn dies durch Sozialleistungen nicht gedeckt wird. „Das Landratsamt wird sich außerdem auch auf zusätzliche Bedarfe bei der Schülerbeförderung und bei der Gewährung von Leistungen aus dem Bildungspaket vorbereiten“, sagte Stefan Nüßle abschließend, „im Mittelpunkt stehen schließlich die Kinder.“

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