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Gespräch mit Umweltministerium und CASEA im Nordhäuser Landratsamt

Das Thema Gipsabbau beschäftigt weiterhin die Region und die Kreisverwaltung. Wie bereits angekündigt hat sich Landrat Matthias Jendricke jetzt mit Vertretern des Thüringer Umweltministeriums und des Unternehmens CASEA getroffen. Diesem gemeinsamen Gesprächstermin gingen zahlreiche vorbereitende Beratungen voraus. Inhalt der jetzigen Gesprächsrunde waren mögliche Alternativen, um einen Gipsabbau am Winkelberg dauerhaft auszuschließen. "Für uns als Landkreis sind alle Schritte wichtig, die eine Neuverritzung in der Rüdigsdorfer Schweiz unterbinden", sagte Landrat Matthias Jendricke. "Daher begrüßt der Landkreis ausdrücklich das Vorhaben der Umweltministerin, das bestehende Naturschutzgebiet in der Rüdigsdorfer Schweiz vollständig auf den Winkelberg auszudehnen."

Die Vertreter des Umweltministeriums verwiesen noch einmal ausdrücklich auf die politischen Festlegungen im Koalitionsvertrag, wonach sich das Land gegen neue Gipsabbaugebiete im Südharz einsetzen wird. Außerdem unterstrichen sie, dass eine mögliche Erweiterung bestehender Abbaugebiete aufgrund umliegender FFH-Gebiete naturschutzrechtlich vor hohen Hürden stehe. Die Unternehmensvertreter von CASEA machten deutlich, dass sie an einer dauerhaften, arbeitsplatzerhaltenden Lösung für ihr Unternehmen interessiert sind. Bei gleichwertigem Ersatz käme für sie auch ein Flächentausch in Betracht, um nicht am Winkelberg abbauen zu müssen. Landrat Jendricke sprach sich dafür aus, gemeinsam einen Kompromiss zu finden und damit möglichst einen jahrelangen Rechtsstreit zu vermeiden, bei dem auch ein Urteil fallen könne, das einen Gipsabbau in der Rüdigsdorfer Schweiz zulässt. Auch beim Regionalplan für Nordthüringen, der gerade fortgeschrieben wird, stehe der Landkreis vor der Herausforderung, gemäß den Vorgaben des Landes zur Absicherung der Rohstoffversorgung mehr Flächen als bislang auszuweisen. "Zudem müssen wir einen längeren Zeitraum als bislang abbilden, nämlich 25 Jahre", so Jendricke. „Auch hier sehe ich noch große Schwierigkeiten, diese Anforderungen der Regionalplanung umzusetzen.“

Zwar bestand im Verlauf des Treffens des Landkreises mit dem Umweltministerium und CASEA nicht in allen Punkten Einigkeit, doch signalisierten alle Akteure ihre weitere Gesprächsbereitschaft. „Wir stehen erst am Anfang des Diskussionsprozesses“, sagte Jendricke. Die Gesprächspartner wollen sich voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres wieder zusammensetzen, um mögliche weitere Schritte zu besprechen.  Bis dahin werden auch die Ergebnisse von Probebohrungen vorliegen, mit denen CASEA das weitere Gipsvorkommen neben seinem bestehenden Abbaufeld Ellricher Klippen untersuchen will.

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