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Beispielhafte Hospizarbeit

Landrat Matthias Jendricke hat jetzt das Christliche Hospiz "Haus Geborgenheit" in Neustadt besucht. Hospizleiter Hans-Christoph Wisch, Nicole Göttig, stellvertretende Leiterin und Margret Holzapfel, die sich ehrenamtlich in der Hospizarbeit engagiert, zeigten ihm das Haus, das 2009 als das dritte Hospiz in Thüringen eröffnete. Entstanden sei das Hospiz aus einer Initiative von Pflegekräften im benachbarten Evangelischen Fachkrankenhaus für Atemwegserkrankungen, das ebenso wie das Hospiz in Trägerschaft der Diakonie geführt wird. So hätten schon "Praktiker" an der Planung und dem Bau mitgewirkt und es ist ein offenes, helles, freundliches Haus entstanden. Die Wandbemalung gleich im Foyer beispielsweise symbolisiert eine Sonne. Das Hospiz wolle Geborgenheit vermitteln, so Hans-Christoph Wisch, durch seine Architektur ebenso wie durch die pflegerische und psychosoziale Betreuung der Gäste sowie die konfessionsunabhängige Seelsorge. "Dies hier ist ein Ort des Lebens, an dem gestorben werden darf", sagte Hans-Christoph Wisch. "Zeit wird hier anders bewertet." Ins Hospiz kämen keine Patienten, sondern Gäste, die auch Wünsche äußern dürfen und die Mitarbeiter versuchen ganz individuell, auf die Bedürfnisse einzugehen. So kam es beispielsweise vor, dass sie für einen Gast schon im Spätsommer alles weihnachtlich geschmückt haben, mit leuchtendem Tannenbaum und Lebkuchen, weil er noch einmal Weihnachten feiern wollte. 

 

Matthias Jendricke konnte ein breites Wissen über die Palliativ- und Hospizarbeit und die bei uns bundesweit beispielhafte Netzwerkarbeit in diesem Bereich mitnehmen. Neben der professionellen Begleitung durch Hausärzte und Pflegekräfte übernehmen einen wichtigen Part im Hospiz die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die auf verschiedenen Ebenen mitwirken. "Es kostet ein Stück weit Überwindung, sich am Anfang auf dieses Thema einzulassen", so Margret Holzapfel. Inzwischen habe sie während ihres langjährigen ehrenamtlichen Engagements so viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, die sie nicht missen wolle. "Das Neustädter Hospiz ermöglicht einen optimalen Abschiedsweg", so Matthias Jendricke. In einem Gespräch schilderte ein Gast dem Landrat, wie der gute Ruf des "Hauses Geborgenheit" ihn dazu bewogen habe, sich bewusst für dieses Hospiz zu entscheiden. Das Haus mit zwölf Plätzen war im vergangenen Jahr zu über 90% ausgelastet. Die anfallenden Kosten werden zu 95 % staatlich finanziert, 5 % über Spenden. Diese zu sammeln, dabei hilft der Förderverein, der jetzt mehr als 50 Mitglieder hat und sich schon vor dem Bau des Hospizes gegründet hat. Regelmäßig öffnet sich das Haus, zum Beispiel beim inzwischen schon traditionellen Apfelfest im Herbst und erfährt dabei eine positive Resonanz. „Wir sind in der Region angekommen“, freute sich Hospizleiter Wisch. Mehr dazu auch unter www.hospiz-haus-geborgenheit.de.

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