Alte Kanzlei BleicherodeBurgruine HohnsteinSophienhofAuleber FischteicheHörninger SattelköpfeHarzer SchmalspurbahnenNeustädter TalsperreNordhausenSchloss HeringenEbersburgHeimische OrchideenAlte Kanzlei BleicherodeBurgruine Hohnstein
Alte Kanzlei Bleicherode
Burgruine Hohnstein
Sophienhof
Auleber Fischteiche
Hörninger Sattelköpfe
Harzer Schmalspurbahnen
Neustädter Talsperre
Blick über Nordhausen
Schloss Heringen
Ebersburg
Heimische Orchideen
Alte Kanzlei Bleicherode
Burgruine Hohnstein
zurück
weiter

Auszeichnung mit Ehrenbrief des Freistaats

Mit dem Ehrenbrief des Freistaats Thüringen hat heute Landrat Matthias Jendricke Dr. Jutta Scholz vom Verein Dritte Welt Initiative Nordhausen e.V. ausgezeichnet. Diese besondere Ehrung des Ministerpräsidenten Bodo Ramelow würdigt das jahrelange ehrenamtliche Engagement der Nordhäuserin. „Dies ist eine außergewöhnliche Auszeichnung, die Ihre Verdienste im Verein Dritte Welt Initiative würdigt“, sagte Landrat Jendricke bei der heutigen Verleihung. Die Idee für diese Ehrung ging kam vom Vereinsvorsitzenden Dr. Volker Ermisch und seinen Vereinsmitgliedern. Seit mehr als 25 Jahren setzt sich die Dritte Welt Initiative insbesondere für die Region Gommel in Weißrussland ein, die von der Katastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl betroffen war und ist. Schon vor der deuten Wiedervereinigung, im Sommer 1990, hat sich der Verein gegründet. „Damals sind wir gefragt worden, warum wir einen Verein gründen wollen, der sich mit der Dritten Welt beschäftigt“, erinnert sich Dr. Volker Ermisch. „Zu dieser Zeit waren die meisten nur mit sich selbst beschäftigt, wir wollten auch an diejenigen denken, die noch viel größere Probleme haben als wir.“ Dr. Jutta Scholz war von Anfang als Mitglied im Verein aktiv und hat sich über viele Jahre im Vorstand engagiert. „Am Anfang haben wie auch viel Aufklärungsarbeit geleistet und Projekte zum Thema Dritte Welt in den Schulen organisiert, weil die Thematik damals auch für viele Lehrer neu war“, so Dr. Jutta Scholz, die erst vor gut einem Jahr ihre Amtsgeschäfte im Verein in jüngere Hände übergeben hat. „Aber ich bin natürlich immer noch da, wenn ich gebraucht werde.“

 

Gleich zu Beginn der 1990er Jahre hat der Verein Kinder aus Weißrussland in den Sommerferien nach Deutschland eingeladen. Über die Jahre konnten so gut 500 Kinder aus dem belasteten Gebiet hier im Südharz erholen. „Wir haben viele Gasteltern, die schon seit langem jedes Jahr wieder Kinder bei sich aufnehmen“, berichtete Dr. Ermisch. „Und wir haben nicht nur Kinder zu Ferienaufenthalten hierher geholt, sondern auch umfangreiche Hilfstransporte in die Region geschickt. In den ersten Jahren konnten wir noch selbst Einfluss darauf nehmen, wie die Sachen verteilt werden. 2005 haben wir die Hilfstransporte dann aufgrund der zunehmenden Restriktionen vor Ort eingestellt.“ Die Ferienfreizeiten soll es jedoch weiterhin geben und damit ist Nordhausen eine der wenigen Städte, in denen es über einen solch langen Zeitraum dieses Engagement gibt. Im vergangenen Jahr habe es leider aus finanziellen Gründen nicht geklappt, so Dr. Ermisch, aber in diesem Jahr wolle der Verein wieder eine Reise für die Kinder aus Weißrussland auf die Beine stellen. Dafür sammeln die Mitglieder Spenden bei Unternehmen und Privatpersonen, denn eine regelmäßige Landesförderung gibt es schon seit einigen Jahren nicht mehr. Im Sommer werden dann die Kinder, deren Alltag noch heute von dem Unglück in Tschernobyl betroffen ist, eine erholsame Auszeit erleben, jeweils eine Woche im Schullandheim Harzrigi sowie bei Gasteltern. Und dann ist sicher auch wieder Dr. Jutta Scholz gemeinsam mit ihren Vereinskollegen dabei, um den kleinen Gästen den Aufenthalt im Südharz so schön und erlebnisreich wie möglich zu gestalten.

Zurück