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Angehörige von Demenzerkrankten im Mittelpunkt

Anlässlich der Seniorenwoche hat der Pflegestützpunkt des Landkreises Nordhausen die Situation von Angehörigen von Demenzerkrankten thematisiert. Zur ersten Veranstaltung dieser Art konnten die Angehörigen auch die Demenzerkrankten zum Vortrag in die Rothleimmühle mitbringen, sie wurden von Fachkräften des Mehrgenerationenhauses betreut. „In Liebe und Wut. Alzheimer-Pflege zu Hause“ – so hatten die Referentinnen Margot Unbescheid und Dr. med. Gisela Bockenheimer-Lucius ihren Vortrag überschrieben. Die Autorin des Buches „Alzheimer: Das Erste-Hilfe-Buch“ Margot Unbescheid hat dies selbst als Tochter bei ihrem an demenzerkrankten Vater erlebt und niedergeschrieben, um betroffenen Angehörigen ihre Erfahrungen mitzuteilen und um vor Fehlern zu bewahren. Daraus ist der Vortrag mit Dr. med. Gisela Bockenheimer-Lucius vom Senkenbergischen Institut für Geschichte und Ethik der Medizin und Mitbegründerin des Frankfurter Netzwerkes Ethik in der Altenpflege entstanden. Die Referentinnen sprachen darüber, wie es gelingen kann, dass es dem Demenzkranken gut und den Angehörigen dabei nicht schlecht ergeht. Als Vertreterin der Alzheimer Gesellschaft Thüringen e. V. war die Vorsitzende Margot Arendt aus Heringen zu Gast. Neben fachlichen Hinweisen stand vor allem der Austausch der Angehörigen untereinander im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die Teilnehmer konnten sich über die Erkrankung selbst sowie Betreuungs- und Unterstützungsmöglichkeiten des Mehrgenerationenhauses, der Ambulanten Dienste der Nordthüringer Lebenshilfe, des Südharz Klinikums, der Hilfe zur Pflege des Landratsamtes und des Pflegestützpunkts informieren. 

Im Zuge des demografischen Wandels wird die Anzahl der Demenzerkrankungen zunehmen. „Eine große Aufgabe bei der Betreuung übernehmen hier neben ambulanten Diensten und anderen Dienstleistungen die Familienangehörigen“, so Susanna Riemann-Störr vom Pflegestützpunkt des Landratsamtes. „Neben den Ehepartnern sind Kinder, Enkelkinder, Freunde, Nachbarn und auch Bekannte mit in die Betreuung von Betroffenen involviert. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Kinder neben ihrem Beruf am Abend die Eltern betreuen und oft noch gleichzeitig die eigenen Kinder versorgen.“ Es sei daher wichtig, nicht nur die Situation der Demenzerkrankten, sondern auch die ihrer Familie zu betrachten. „Pflegende Angehörige setzen sich der Zerreißprobe zwischen Beruf, eigener Familie und Eltern aus, um allen Seiten gerecht zu werden. Die Pflege von Demenzerkrankten wird durch viele Emotionen berührt und muss immer wieder ausgelotet werden, damit keine seelischen Verletzungen bleiben. Der vertraute Familienkreis muss sich neu strukturieren, damit die Belastung, körperlich als auch seelisch, nicht nur auf einem einzelnen Paar Schultern lastet“, sagt Susanna Riemann-Störr. „Jede Person wird anders mit der Situation umgehen. Ein Muss ist hier die Aufklärung über die Krankheit und ihre Folgen. Dadurch wird der Demenzerkrankte besser verstanden und das Eingehen auf seine Person wird leichter und entspannt den Familienalltag.“ Wer Fragen dazu hat, kann sich an den Pflegestützpunkt im Landratsamt wenden, Behringstraße 3, Telefon 03631 911-563 und -564.

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