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Wo der Harz am südlichsten ist

SteinmühlentalBlühende Bergwiesen, sanfte Täler, tiefe Wälder, mytische Felsformationen, grüne Gipskarstbuckellandschaften - das ist der Naturpark Südharz, der die Höhenzüge des Thüringer Südharzes mit den einmaligen Phänomenen der Gipskarstlandschaft vereint. Eine Region zum Staunen, Verweilen, Bewegen - ob zu Fuß, auf dem Rad oder Pferd. Der Naturpark Südharz steckt voll schützenswerter Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere - das Besondere: hier treffen die Südausläufer des Harzes auf den Zechsteingürtel, der für eine faszinierende grüne Karstlandschaft sorgt. Bachschwinden, Karstquellen, Erdfallseen und Gipssteilhänge sind nur einige der Besonderheiten entlang des gut 200 Kilometer langen Karstwanderswegs, ein Qualitätweg Wanderbares Deutschland, der die drei Harz-Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen verbindet. Eines der ältesten Naturdenkmale und ein besonderer Höhepunkt der Karstphänomen ist die Gipshöhle Kelle nahe Appenrode, an der auch der Radfernweg Harzrundweg entlang führt.

Der Naturpark Südharz ist das ideale Ausflugsziel für Naturliebhaber. Auf einer Fläche 26.700 Hektar erstreckt er sich über den nördlichen Teil des Landkreises Nordhausen und grenzt an die bestehenden Naturparke im Harz. Das Gebiet macht etwa ein Achtel des Harzes aus und ist geprägt von deutlichen Höhenunterschieden zwischen 185 bis zu 635 m.ü.NN, gemessen auf der höchsten Erhebung, dem Großen Ehrenberg. Wer gerne wandert, kann spannende Touren auf naturbelassenen Pfaden mit unzähligen eindrucksvollen Aussichten erleben – nicht nur im Naturpark Südharz, auch darüber hinaus beispielsweise in den Bleicheröder Bergen, der Hainleite und der Goldenen Aue. Eine besondere Lust zum Wandern weckt die Harzer Wandernadel, die mit 222 Stempelstellen zu Aussichtpunkten und Naturschauspielen im Harz lockt. Sehenswert ist ebenso das Grüne Band an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Hier konnte sich über Jahrzehnte die Natur ungestört entfalten. Dieser längste Biotop-Verbund Europas lässt sich hier auf dem Harzer Grenzweg erwandern, durch die Zorgeniederung bei Ellrich hinauf ins waldreiche Gebirge, auf verschlungenen Pfaden bis zum Großen Ehrenberg. Auch durch das aktive Engagement der acht Harzklubzweigvereine im Landkreis Nordhausen ist das Netz an Wanderwegen mit 900 Kilometern gut ausgebaut.

Seltene Tierarten wie Uhu, Schwarzstorch, Siebenschläfer, Haselmaus und Feuersalamander sind im Naturpark zuhause. Zahlreiche Fledermausarten finden in Höhlen und Klüften sowie in totholzreichen Karstbuchenwäldern ideale Quartiere. Im Naturpark liegt das bundesweit bedeutendste Winterquartier der Mopsfledermaus, die vom Aussterben bedroht ist. Auch die stark gefährdeten Säugetierarten Wildkatze und Luchs haben eine Heimat im Harz gefunden. Viele dieser besonderen Lebensräume sind durch die Vegetation im Gipskarst mit seinen speziellen geologischen und hydrologischen Verhältnissen entstanden.

Eine herausragende Vielfalt von Insekten tummelt sich hier, beispielsweise mehrere hundert Schmetterlingsarten. Insekten sind wiederum Nahrungsgrundlage für zahlreiche Vogelarten. Besonders Höhlenbrüter finden viele Nistmöglichkeiten, da der Anteil an Totholz in den schwer zu bewirtschaftenden Wäldern überdurchschnittlich hoch ist. Sümpfe und wassergefüllte Erdfälle sind bevorzugte Laichstätten zum Beispiel vom Wasser- und Teichfrosch, Erd- und Kreuzkröte.

Nicht nur in der freien Natur, auch in der Landwirtschaft werden seltene Tiere wieder entdeckt. So wird beispielsweise eine alte Rinderrasse, das Harzer Rotvieh, wieder gezüchtet und hilft bei der Landschaftspflege. Durch ihre besonderen Eigenschaften sind diese Rinder gut geeignet, auf unebenen Bergwiesen zu weiden und verhindern, dass die Wiesen verbuschen. So entsteht wieder Platz, auf dem seltene Pflanzen wie Orchideen, Habichtskraut, Wiesensalbei oder Storchschnabel gedeihen können. Stichwort Pflanzenvielfalt: Nicht nur die Bergwiesen, auch und vor allem die Magertrocken­standorte sind ein wichtiger Lebensraum. Sie sind nicht nur die artenreichsten Schmetterlings­lebensräume Mitteleuropas, sondern auch Heimat zahlreicher seltener und geschützter Pflanzenarten. Hier wächst nahezu die Hälfte aller einheimischen Orchideenarten.

Ein unvergleichliches Erlebnis ist die Fahrt durch den Naturpark Südharz mit einer dampfenden Lok der Größten unter den Kleinen, den Harzer Schmalspurbahnen. Von Nordhausen, dem historischen Gründungsort der Harzer Schmalspurbahnen, steuern die Loks Wernigerode, den sagenumwobenen Brocken und das Selketal an. Die HSB mit ihrem einzigartigen historischen Fuhrpark sartet einmal täglich mit einem Dampfzug direkt zum Brocken, bieten mehrere Sonderfahrten im Jahr ab Nordhausen an und ermöglicht auch im regulären Fahrplan spannende Entdeckungstouren in den Harz. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 25 km/h tuckern die dampfenden Kleinbahnen mitten hindurch durch Wälder, Felsen und Wiesen.

Der Naturpark Südharz liegt auch im Geopark Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen, der seit 2004 bedeutende geologische Besonderheiten in den Blickpunkt rückt. Im Landkreis Nordhausen sind die markanten Punkte des Geoparks die Landmarken Poppenbergtum und Kohnstein sowie 14 Geopunkte, zum Beispiel die Besucherbergwerke Rabensteiner Stollen und Lange Wand, die Burgruine Hohnstein und der Alte Stolberg, die mit Geopfaden verbunden sind. Eine Geopark-Infostelle ist im Inspektorenhaus des ehemaligen Rittergutes Freiherr von Spiegel in der Appenröder Straße in Werna untergebracht.

Idelaer Ausgangspunkt ist der Landkreis Nordhausen auch für den gesamten Harz, einer magischen Gebirgswelt, die nicht nur mit einer reichen Naturausstattung aufwartet, sondern auch mit einer unvergleichlichen Kulturdichte mit mehreren Welterbestätten.

 

Weitere Informationen unter: www.naturpark-suedharz.de