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Malerische Burgruine

Die Grafen von Hohnstein waren einst ein einflussreiches Thüringer Adelsgeschlecht und der Landkreis Nordhausen war früher nach ihrer Grafschaft benannt. Noch heute zeugen Burgen wie die Burgruine Hohnstein von ihrer Herrschaft. Die imposante Anlage thront auf einem Bergsporn über dem Luftkurort Neustadt. Vermutlich hat Konrad von Sangerhausen – der Erste, der sich Graf von Hohnstein nannte – die Burg um 1120 erbaut, die fast 300 Jahre der Stammsitz der Grafenfamilie war. Im 15. Jahrhundert ging die Burg an die Grafen zu Stolberg und wurde 1627 während des Dreißigjährigen Krieges gebrandschatzt. Die Burgruine, heute im Besitz des Landkreises, ist eine der best erhaltenen im Harz.

Die malerische Ruine ist ein attraktives Wanderziel, inklusive einer Stempelstelle der Harzer Wandernadel und einer einmaligen Kulisse für Hochzeiten. Neben dem Landkreis engagieren sich der Hohnsteiner Mittelalterverein und der Burgwirt für den Erhalt und die Wiederbelebung der Anlage. Besucher können die Burgruine frei besichtigen, die Picknickplätze nutzen und von der Plattform die Aussicht auf die Umgebung genießen.

Der romantische Burggasthof direkt an der Ruine ist weithin bekannt für köstliche Speisen und ein einmaliges Ambiente - besonders zu den urig zünftigen Ritteressen. Im Sommerhat man auf der Terasse einen tollen Blick auf Neustadt unterhalb der Burgruine Hohnstein.

Geschichte & Geschichten

Nahe der Burgruine Hohnstein liegt die Frauenruhwiese, auch bekannt als Gretchens Ruh. Hinter dieser Bezeichnung steckt eine alte Sage, die wohl auf den Fleglerkrieg zurückgeht, in dem Graf Friedrich von Heldrungen 1412 die Burg eroberte. Dem Volksmund nach durfte die Burgherrin nach der Eroberung so viele Kostbarkeiten, wie sie auf dem Rücken tragen konnte, mitnehmen. Sie entschied sich für ihren Mann - doch dieser war schwer, so dass die Burgherrin es nur bis zu ebenjener Wiese schaffte und sich dort ausruhen musste. In der wahren Geschichte verhalf Margarete von Weinsberg tatsächlich ihrem Mann zur Flucht und zwar mittels eines Seils aus dem Nordflügel, von wo aus er es ins Kloster Ilfeld schaffte.

 

Burgruine - Burggasthof Hohnstein
99762 Neustadt/Harz

Telefon: 036331 49 0 49
E-Mail: info@burghohnstein.de

Beeindruckender Bergfried

Unweit der Burg Hohnstein liegt eine weitere Burgruine des Landkreises: Die Ebersburg nahe Hermannsacker erbaute Landgraf Hermann von Thüringen Ende des 12. Jahrhunderts als nördlichste Befestigung Thüringens. Hermann I. regierte von 1190 bis 1217 und die Landgrafschaft Thüringen erlebt unter ihm eine Blütezeit. Die Bekannteste aus der Familie ist allerdings eine Frau, die ungarische Königstochter Elisabeth, als Heilige Elisabeth von Thüringen bekannt. 1207 geboren kam sie als Kind nach Thüringen und heiratete Ludwig IV., den Sohn des Landgrafen Hermann I. In den folgenden Jahrhunderten wechselte die Ebersburg mehrfach ihren Besitzer, im 16. Jahrhundert begann sie zu verfallen.

Von der romanischen Anlage stechen heute markant der massiv gebaute 20 Meter hohe Bergfried mit einer Mauerstärke von viereinhalb Metern und einem Durchmesser von mehr als zwölf Metern, das seltene zurückgezogene Kammertor und Teile der Maueranlagen hervor. Der Verein für lebendiges Mittelalter haucht der Ebersburg seit einigen Jahren neues Leben ein, bietet Führungen an, organisiert Veranstaltungen und setzt sich  für deren Erhalt ein. Nahe der Ebersburg lädt das traditionelle Gasthaus Zur Sägemühle zur Rast ein.

 

Burgruine Ebersburg
oberhalb des Gasthauses Zur Sägemühle
99762 Hermannsacker

Verein für lebendiges Mittelalter
Telefon: 03631 89 60 30
E-Mail: impressum@mittelalternordhausen.de

Schlösser der Goldenen Aue

Weithin sichtbar thront es in der flachen Ebene der Goldenen Aue - das Schloss Heringen. Umfassend saniert erstrahlt es in neuem Glanz, anerkannt als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung konnte es durch Fördermittel in Millionenhöhe restauriert werden. Als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung ist das Schloss in Heringen seit 2005 eingestuft.

Das rund 700 Jahre alte Gemäuer besticht durch seine außergewöhnliche Höhe in der flachen Goldenen Aue. Anfang des 14. Jahrhunderts von den Hohnsteiner Grafen als romanische Burg errichtet, bauten es die neuen Besitzer, das Grafenhaus Schwarzburg-Stolberg, im 16. Jahrhundert zu einem Schloss im Renaissancestil um. Gräfin Clara von Schwarzburg, Tochter des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg, nutzte es von 1598 bis 1658 als Witwensitz, nachdem ihr Mann Wilhelm I. Graf von Schwarzburg verstarb. Nach der Sanierung beherbergt das Schloss heute u.a.die Bibliothek der Stadt sowie eine Ausstellung, die beispielsweise einen historischen "Tante-Emma-Laden" zeigt und bietet zudem Räume sowieden Schlosshof für Veranstaltungen.

Schloss Heringen
OT Heringen
Schlossplatz 1
99765 Heringen/Helme

Telefon: 036333 73 888
E-Mail: info@schloss-heringen.de

 

Das Humboldtsche Schloss im benachbarten Europadorf Auleben, Anfang des 16. Jahrhundert vom Fürstenhaus Schwarzburg-Sondershausen erbaut, verdankt seinen Namen Freiherrn Wilhelm von Humboldt, der dort mit seiner Frau Caroline, deren Familie das Gebäude gehörte, eine zeitlang lebte. Beide studierten dort u.a. die griechische Sprache und Kultur. Ab 1950 beherbergte das Haus 37 Jahre lang eine Schule.

An die Geschichte des historischen Gebäudes erinnern heute das Humboldt-Zimmer und die Heimatstube.

Weitere Burgen und Schlösser

Gut erhalten ist die Burg Lohra in der Hainleite, die aus dem 11./12. Jahrhundert stammt und einst den Grafen von Lare gehörte. Sehenswert ist die seltene romanische Doppelkapelle im Osten der Kernburg. Betreut wird die Burg vom Verein OpenHouses, der sie als Unterkunft vermietet.

Im Landkreis gibt es weitere Schlösser in Wolkramshausen und Niedergebra, die im Privatbesitz sind. Das Wasserschloss in Niedergebra stammt aus dem 18. Jahrhundert und wird nach dem blauen Schieferdach auch „Blauer Hof" oder nach seinem Erbauer Philipp von Hagen, dem ersten Landrat der preußischen Grafschaft Hohnstein, „Hagensches Schloss" genannt.

In Wolkramshausen steht das Schloss Hue de Grais, ein barockes Herrenhaus mit Park aus dem 17. Jahrhundert mit wertvoller Ausstattung. Außerdem gibt es im Landkreis Nordhausen noch verschiedene ehemalige Herrenhäuser und Rittergüter.