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Jugendberufsagentur offiziell gestartet

Der Landkreis Nordhausen, die Arbeitsagentur, das Jobcenter und das Schulamt Nordthüringen haben jetzt offiziell die Gründung der Jugendberufsagentur besiegelt. Landrat Matthias Jendricke, Karsten Froböse und Heiko Röder, die Geschäftsführer der Arbeitsagentur und des Jobcenters Nordhausen sowie Otto Wagenführ, Bereichsleiter im Nordthüringer Schulamt haben dazu eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Unter dem Dach der Jugendberufsagentur wollen die vier Partnereinrichtungen ihre Zusammenarbeit weiter verbessern – mit dem Ziel, Jugendliche, die besondere Hilfe brauchen, bestmöglich zu unterstützen und damit die Jugendarbeitslosigkeit zu senken. „Wir können hier gemeinsam viel bewegen, die Chancen dafür wollen wir nutzen“, sagte Karsten Froböse. Durch eine bessere Vernetzung der einzelnen Aufgabenträger, die Hilfebedürftige aus verschiedenen Perspektiven betreuen, sollen junge Menschen noch besser bei der Berufsfindung und auf dem Weg in den Arbeitsmarkt unterstützt werden. „Wir arbeiten natürlich bereits seit vielen Jahren zusammen. Nun wollen wie diese Kooperation noch besser strukturieren und beispielsweise systematisch erfassen, welche unterschiedlichen Unterstützungsangebote jeder hat, um die Hilfen besser untereinander abzustimmen. Denn keiner soll ‚verloren gehen‘  im Hilfesystem und dafür wollen wir ein gebündeltes Angebot schaffen“, sagte Karin Schierwater, Bereichsleiterin im Jobcenter, das die Jugendberufsagentur federführend koordiniert. Dabei arbeiten die vier Kooperationspartner auch mit weiteren Einrichtungen wie freien Trägern zusammen.

Im Juni hatte der Kreistag grünes Licht für die Bildung der Jugendberufsagentur gegeben. Derzeit wird ein Katalog der Leistungen der Partnereinrichtungen für junge Menschen zusammengestellt. Außerdem soll ein gemeinsamer Maßnahmenplan erarbeitet werden, um die Jugendarbeitslosigkeit zu senken. In der aktuellen Statistik waren insgesamt 332 Jugendliche zwischen 15 bis unter 25 Jahren als arbeitslos gemeldet. „Unser Ziel ist es, diesen jungen Menschen zu qualifizieren, in Ausbildung zu bringen und damit auch für den Nachwuchs an Fachkräften zu sorgen, den wir hier bei uns in der Region brauchen“, so Heiko Röder vom Jobcenter. Landrat Matthias Jendricke betonte wie wichtig es sei, bereits frühzeitig während der Schulzeit anzusetzen, um hier einen erfolgreichen Abschluss abzusichern – die Voraussetzung für den Start ins Berufsleben.

Jugendberufsagenturen haben sich inzwischen bundesweit zu einem wegweisenden Modell entwickelt, um die Kooperation zwischen den Institutionen Jobcenter, Arbeitsagentur, Schulamt und der Kinder- und Jugendhilfe des Jugendamtes zu intensivieren und so Jugendlichen, die einen besonderen Hilfebedarf haben, gezielter zu fördern.

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