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Jobcenter startet E-Akte

In diesem Jahr führt des Jobcenter des Landkreises Nordhausen die E-Akte ein. Nach einigen Pilotregionen, die bereits ihre Papierunterlagen auf ein digitales System umgestellt haben, startet nun bundesweit schrittweise in allen Jobcentern die E-Akte. "Bei uns wird es im vierten Quartal soweit sein", sagt Heiko Röder, Geschäftsführer des Jobcenters. "Damit führen wir die papierlose Akte ein, was perspektivisch die Arbeitsabläufe erleichtern wird, sowohl für unsere Kunden als auch unsere Mitarbeiter." Der Start der E-Akte sei sicher die Herausforderung in 2017, so Röder, da der Einführungsprozess sehr umfangreich und komplex sei. "Wer schon einmal unser meterlanges Aktenarchiv gesehen hat, bekommt einen Eindruck davon, wie viel Unterlagen hier bei uns täglich anfallen. Deshalb ist es sehr wichtig, die E-Akte gründlich vorzubereiten. Wir schulen dafür schon vorab unsere Mitarbeiter und treffen IT-seitig entsprechende Vorbereitungen."
 
Neben der möglichst reibungslosen Einführung der E-Akte sei auch in diesem Jahr wieder das Ziel, möglichst die Zahl der Arbeitslosen im Bereich des SGB II weiter zu senken. Im Dezember lag der Zahl der Arbeitslosen, die das Jobcenter betreut, bei 2.297, das waren 359 weniger Menschen als Ende 2015. Auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften konnte das Jobcenter im vergangenen Jahr erneut deutlich reduzieren: Im Dezember gab es 4.451 Bedarfsgemeinschaften - rund 150 weniger als im Vorjahr. Dabei war ein Anstieg der Bedarfsgemeinschaften mit anerkannten Asylbewerbern zu verzeichnen. Zum Jahresende gab es 369 Bedarfsgemeinschaften mit insgesamt 499 Bewohnern, die als Flüchtling nach Deutschland gekommen sind. "Durch die Reduzierung der Bedarfsgemeinschaften insgesamt konnten wir auch bei den Kosten der Unterkunft hohe Einsparungen erreichen und damit die Kreiskasse entlasten", erläutert Röder. "Wir lagen 370.000 Euro unter dem Haushaltsansatz. In den vergangenen zwei Jahren haben wir damit insgesamt mehr als 1 Million Euro weniger ausgegeben." Die Ausgaben für Kosten der Unterkunft lagen 2016 bei rund 14,3 Millionen Euro, wobei der Landkreis dafür eine anteilige Erstattung vom Bund erhält.
 
Ein wichtiges Thema war im vergangenen Jahr das Bundesprogramm "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, das bundesweit in 100 Jobcentern gefördert wird. Das hiesige Jobenter hat hier mit 204 sozialversicherungspflichtigen Stellen mit Abstand die meisten Plätze in Thüringen geschaffen. Insgesamt erreichte das Jobcenter im vergangenen Jahr rund 1.400 Integrationen in den Arbeitsmarkt. "Auch die Fördermaßnahmen haben wir wie geplant umsetzen können und unsere Eingliederungsmittel zu rund 99 % ausgeschöpft", so Röder. Auch im Bereich der anerkannten Asylsuchenden sei man im Landkreis Nordhausen gut aufgestellt. Jede Woche lädt das Jobcenter anerkannte Flüchtlinge zu einer Info-Veranstaltung ein, in der alle wesentlichen Hinweise gebündelt vermittelt und auch übersetzt werden. Zurzeit besuchen gut 370 Flüchtlinge einen Integrationskurs. "Das Angebot wurde hier erfolgreich ausgeweitet und ist nun ausreichend," sagt der Jobcenter-Geschäftsführer. "Es gibt jetzt sechs Träger, die sich auch untereinander abstimmen." Wer den Kurs mit dem angestrebten Sprachniveau abschließt, soll möglichst in eine Ausbildung oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden, so Röder. "Außerdem bieten wir gemeinsam mit Bildungsträgern eigene Qualifizierungsmaßnahmen an, die die berufliche Weiterbildung mit Sprachkursen verbinden. Dafür stellt der Bund zusätzliche Mittel zur Verfügung."

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